<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514</id><updated>2012-01-03T07:55:52.386-08:00</updated><title type='text'>Grenzgänger-Geschichten</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>36</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-1606583299472958543</id><published>2011-07-20T10:06:00.000-07:00</published><updated>2011-07-20T10:08:16.692-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Baum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Bürgermeister, der nicht weiss, was in seiner Gemeinde vor sich geht, der sich Dreck in die Augen schmieren lässt und zufrieden nickt, wenn ihm die Mitarbeiter vom Bauhof erklären, es müssen Bäume gefällt werden, weil sie vom Borkenkäfer befallen sind und auf die Telefonleitung fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Wenn im Regenwald Holzfirmen mit ihren Maschinen schnell und größtenteils illegal ganze Wälder plattmachen, erschallt ein Aufschrei der Empörung, es wird demonstriert, unterschrieben, die "grüne Lunge der Erde" ist in Gefahr, hier sind es nur ein paar Straßenbäume ohne Lianen, Papageien, Tropenklima, die "ja wieder nachwachsen".&lt;br /&gt;- Du hast ja recht, aber reg dich nicht so auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Ausschuss, der die Gemeinde begutachtet und Jahr für Jahr dokumentiert, was gemacht werden müsste, ohne dass die Beschlüsse auch ausgeführt werden. Ein Bauhof, der die Arbeitsaufträge der letzten 10 Jahre sammelt und Däumchen dreht, um dann plötzlich wie von der Tarantel gestochen mit der Arbeit zu beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Ich hasse diese Gutgläubigkeit und Naivität, völlig undenkbar, dass jemand sein Amt und seine Autorität dazu missbrauchen könnte, nicht zum Wohle der Gemeinde und damit aller zu entscheiden, sondern nach persönlichem Vorteil und eigenen Interessen.&lt;br /&gt;- Du hast ja recht, aber sei nicht so zynisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinderatsmitglieder, die die Version des Bürgermeisters kritiklos übernehmen und das absurde Theater ernst und würdevoll mitspielen, ohne auch nur ansatzweise die eigene Meinung zu vertreten oder zumindest genauer nachzufragen, vermutlich weil sie sich keine Blöße geben und außerdem ja wiedergewählt werden wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Wo ist das Kontrollorgan, das sein Veto abgibt, wenn sich Vorgänge unterhalb demokratisch kontrollierbarer Abläufe verselbständigen und Gemeinwohlinteressen schädigen? Oder ganz konkret wo sind die einzelnen Menschen, die den Finger in die Wunde legen und sagen was sie sehen und hören, die nicht wie die drei Affen Augen, Ohren und Mund verschließen, um nicht aus der Herde ausgestoßen zu werden?&lt;br /&gt;- Es gibt immer welche, dich und mich zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachbarn, die befürchten, der Schneeräumdienst in der Straße wird eingestellt, wenn man zuviel fragt, die sich nicht einmischen, um das gute nachbarschaftliche Verhältnis nicht zu gefährden, die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Nach Transparenz schreien und sich freuen, wenn "die da oben" dank Wikileaks entlarvt werden, ist einfach, sich selbst für Transparenz einsetzen, ganz persönlich und direkt im persönlichen Umfeld ist viel schwerer und soviel wichtiger, wer macht das denn schon.&lt;br /&gt;- Es gibt immer so verrückte Einzelne, dich und mich zum Beispiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drohmails, die man bekommt, wenn man nachfragt, Transparenz in die Sache bringen will, sich nicht duckt und schweigt wie die anderen und seine Meinung vertritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Ich werde nicht schweigen, hilfst du mir?&lt;br /&gt;- Wie, jetzt, sofort? Wer macht denn sonst noch mit?&lt;br /&gt;- Bisher nur du und ich.&lt;br /&gt;- Das bringt doch nichts, und es sind doch nur ein paar Bäume.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-1606583299472958543?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/1606583299472958543/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/07/baum-ein-burgermeister-der-nicht-weiss.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1606583299472958543'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1606583299472958543'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/07/baum-ein-burgermeister-der-nicht-weiss.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3755470814428643826</id><published>2011-07-18T09:09:00.000-07:00</published><updated>2011-07-18T09:10:46.369-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Warten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er sieht mich von der seite an&lt;br /&gt;er rückt näher&lt;br /&gt;er erzählt&lt;br /&gt;ich höre nicht zu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kleinen dicken Arme ausstrecken und sich dagegenstemmen nutzt bei diesen weichen Fleischbergen überhaupt nichts. Meine Oma hat mich fest an sich gedrückt, und es sieht nicht so aus, als ob sie mich jemals wieder loslassen würde. Mein Gesicht versinkt in ihrem monumentalen Busen, ich bekomme keine Luft, strampel mich frei, wütend, ohnmächtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;seine hand berührt meine, tastet sich meinen Arm entlang höher&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe ein komisches Gefühl und möchte am liebsten weglaufen. Der Vater eines Schulkameraden hat mich auf seinen Schoß gezogen und haucht mir überall Küsse hin. Sie haben keine Ähnlichkeit mit den normalen Küssen meiner Mutter beim Zubettgehen oder Heimkommen. Ich will aufstehen, aber seine Arme halten mich fest wie in einem Schraubstock. "Ich habe doch nur zwei Jungs, und du bist so ein süßes kleines Mädchen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich erstarre&lt;br /&gt;seine arme umschlingen mich von hinten&lt;br /&gt;ich spüre sein erigiertes glied&lt;br /&gt;er flüstert&lt;br /&gt;ich höre nicht zu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie ist eine tolle Frau, ich bewundere sie und möchte ihr nah sein. Ihre Stärke und Kraft, ihr Leuchten in den Augen, ihr selbstbewusstes Auftreten, die Sicherheit und ihr klares Ja und Nein ziehen mich an. Ich bin das erste Mal verliebt, mein bisheriges Weltbild stürzt in sich zusammen, ich vermisse es nicht. Ich werfe einen Blick in eine andere Welt, aber sie kommt nicht mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sein atem im nacken&lt;br /&gt;ich bin nicht da&lt;br /&gt;ich drehe mich um und umarme ihn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er zieht ein wie ein Hausbesetzer, nimmt alle Räume, Küche und Bad wie selbstverständlich in Beschlag, verplant eine gemeinsame Zukunft und verfolgt mich auf Schritt und Tritt, will mich nackt sehen, zieht mich heftig in seine Arme, bedrängt mich. Als er merkt, dass er aus mir keinen anderen Menschen machen kann, wird er ungehalten und aggressiv, beschimpft mich und geht, enttäuscht und wütend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;für augenblicke stehen wir reglos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer "Lesbe" will sie nichts zu tun haben, meine Zuneigung wischt sie mit ihrem klaren Nein vom Tisch. 20 Jahre später heiratet sie eine Frau, mit einem Schlag bin ich wieder 17 und zersplittere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er küsst mich in die halsbeuge, nähert sich meinem gesicht&lt;br /&gt;ich drehe mich weg, schiebe ihn beiseite&lt;br /&gt;er redet&lt;br /&gt;ich höre nicht zu&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3755470814428643826?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3755470814428643826/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/07/warten-er-sieht-mich-von-der-seite-er.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3755470814428643826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3755470814428643826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/07/warten-er-sieht-mich-von-der-seite-er.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-6832753949239106487</id><published>2011-06-20T08:53:00.000-07:00</published><updated>2011-06-20T08:56:40.985-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gedanken &lt;br /&gt;beim Essen zubereiten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Freund, der im Sommer heiratet, Schmach einer kurzen Begegnung, nagend, Zweifel, nie gut genug gewesen, so sehr ich mich auch anstrenge, zu stolz, den Kopf einzuziehen und seinem selbstverständlich vorausgesetzten Führungsanspruch zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die welken Triebe der Lauchzwiebeln abzupfen, die Zwiebeln und die grünen Schäfte in kleine Ringe schneiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großer Mann, der seiner Enttäuschung und Wut freien Lauf lässt, 800 km ist er zu ihr gefahren, um nun festzustellen, dass sie in einer Bruchbude lebt, den Haushalt nicht im Griff hat, noch zurückhaltender und unnahbarer geworden ist, noch weniger seinen Vorstellungen von einer Frau entspricht als früher und ihn auch noch kalt abblitzen lässt, als sie merkt, dass er Haus, sie und Zukunft schon längst komplett umgestaltet und neu geplant hat, ätzende Selbstherrlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich in den Zug setzen, zu ihm gehen, ihm ein Messer in die Brust rammen, sehen wie seine Augen vor Überraschung groß werden, letztes Luftschnappen, auf den Boden fallen, dastehen, lächeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paprika halbieren, Strunk und Kerne entfernen, in Streifen und kleine Würfel schneiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemühen um Transparenz, Leistung bringen wollen, die keiner braucht, Beschämung, Demütigung, ausgebremst werden, was ich gebe reicht nicht, wie sehr ich mich auch anstrenge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Karotten Strunk und Wurzelende entfernen, zweimal längs halbieren und in kleine Würfel schneiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worte finden und klar sagen, was mir nicht passt, stolz und selbstbewußt auftreten, Dauernörglern und Ausbremsern mit einem Lächeln ein Glas Wasser in den Schritt kippen, weggehen und sie in ihrem negativen Sumpf versauern lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Arbeitsgruppe in angeregter Diskussion. Die Vorarbeiten liegen auf dem Tisch, sollen laut Plan zu einem Endergebnis ausgestaltet werden, doch Zauderer und Panikmacher führen das große Wort, fegen die Arbeit der letzten Tage in Bausch und Bogen vom Tisch, stellen grundsätzlich das ganze Vorgehen in Frage, ohne auch nur ansatzweise eine Alternative oder einen besseren Entwurf zu bieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufbauen, Planen, Ideen entwickeln und dann eine Stecknadel, die sie wie Luftballons zerplatzen lässt, nichts bleibt, auch das Ich zerfetzt, nur noch leere Hülle, Enttäuschung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Salatstrunk rausschneiden, Salatkopf in Streifen und kleine Schnitzel schneiden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe, die sich sinnlos verpulvert, die beschämt und zynisch werden lässt, Zweifel, das kann doch keine Liebe sein, sie erdrückt und engt ein, sie will erzwingen, was nur ein Geschenk sein darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine halbe Dose Mais zugeben, Essig, Öl, Salatgewürz, etwas Wasser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau, die sich unsichtbar machen will, während sie neben ihm im Auto sitzt, die seinen Zärtlichkeiten so gut es geht auszuweichen versucht, fröhlich erzählt und vor sich hin plappert, um ja kein Schweigen entstehen zu lassen, dass er missverstehen könnte, ihn mit den Augen um Verständnis bittet, kindlich-naiv jede seiner Andeutungen überhört und beiseite schiebt, unverfängliche Themen wählt, da sie weiß, dass sie ohnehin nur Ersatz ist für etwas, was er derzeit in seiner Ehe nicht finden kann, er flüchtet, statt es bei seiner Frau zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihm sagen, wie lächerlich er sich macht, ihn anschreien, ihm kräftig in die Eier treten, seiner Frau und seinen erwachsenen Kindern davon erzählen, den Freunden und Nachbarn, ihn lächerlich machen, ihn heiß machen und dann lachend davongehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wasser in einen Topf füllen, zum Kochen bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuneigung, die unausgesprochen bleibt, versteckt im Verborgenen, Augen, die kontrolliert werden müssen, um ihn zu schützen, Kampf gegen mich selbst, weil ich weiß, was es heißt, wenn Liebe zu nahe kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nudeln einfüllen und auf halb stellen, warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mann und eine Frau im Wagen, sie sind ungefähr gleich alt, sie lachen, weil sie gerade völlig aneinander vorbeigeredet haben, alles ist leicht und unkompliziert, sie fahren zur Arbeit, sie können gut zusammenarbeiten, sie genießen es, die Arbeit geht leicht von der Hand, sie lachen und sind vergnügt, es ist so unkompliziert, oberflächlich betrachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konventionen übertreten, sich keine Gedanken machen, ihn umarmen, Zuneigung zeigen, eigene Gefühle anerkennen, ihn lieben, ohne Rücksicht auf die Zukunft, sich fallenlassen, das Zusammensein genießen, keine Beschränkungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche, immer noch nicht angekommen, obwohl ich es eine zeitlang glaubte, wieder Rast- und Ruhelosigkeit, Angst, dass es immer so weitergeht, Angst davor, nie zu finden, was ich suche, weil ich nicht weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwiebeln, Karotten und Paprika in eine Pfanne geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles hinschmeißen und sich in Luft auflösen, Lebensuhr anhalten oder für immer stoppen, unendlich alt sein oder sich so fühlen, Leben in der Lebensmitte bereits verbraucht, an beiden Enden gebrannt und jetzt fertig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öl und Gewürze dazu, kurz anbraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufbrechen, wenn mir danach ist, sorglos neue Wege gehen, warten, was auf mich zukommt, ohne Angst, ohne Schuldgefühle, offen sein, frei von Zwängen, Erwartungen anderer, das Leben wählen statt den Tod, bejahen statt verneinen, jeden Schritt annehmen, egal wohin er führt, glauben an einen inneren Kompass, der weiß, wo es langgeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Wasser ablöschen, auf halb stellen, warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fliegen ohne Flügel, Denken ohne Gedanken, Abbrechen ohne Tod, und jedesmal wieder den Stein hinaufrollen, und nicht mal in dieser Phase darauf hoffen, dass es anders werden könnte, den Stein stemmen und wissen, er rollt abwärts, egal wie sehr ich mich auch anstrenge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nudeln abschütten und auf einen Teller geben, Gemüsesauce dazu, den warmen Duft  einatmen, essen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sich geborgen fühlen in der Welt, wie ein Vogel, der weiß, dass er fliegen kann und einfach fliegt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-6832753949239106487?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/6832753949239106487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/06/gedanken-beim-essen-zubereiten-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6832753949239106487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6832753949239106487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2011/06/gedanken-beim-essen-zubereiten-ein.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-5551876177618561262</id><published>2010-12-13T08:21:00.000-08:00</published><updated>2010-12-13T08:30:55.722-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Spielerei&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ein Spiel?", hat sie das tatsächlich gerade geschrieben? Ungläubig starrt er auf den Bildschirm und liest erneut, ja, kein Zweifel, da hilft auch der Smiley dahinter nichts. Er seufzt, was soll er ihr darauf antworten. Er weiß, dass sie sich für ihre Verhältnisse an diesem Abend erstaunlich weit vorgewagt hat, wahrscheinlich braucht sie jetzt diese Sicherheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Klar, ein Spiel, ein sehr schönes übrigens", der Smiley dahinter grinst breit. Mist! Es kommt spontan und überrascht sie selbst am meisten. Aber was hat sie denn erwartet? Dass sie sich Hals über Kopf ineinander verlieben, sich unbedingt treffen wollen und zusammenziehen? Aus dem Alter sind sie beide raus. Und was spricht denn dagegen, einfach ein bisschen zu spielen, hier und jetzt. Eine Zukunft hat das ohnehin nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja, find ich auch, dann lass uns mal weiterspielen...", sie schickt noch eine Blume hinterher, und das Geplänkel geht weiter. Obwohl sie sich beide ernsthaft um einen leicht-spielerischen Ton bemühen und dieser Art Flirt nicht allzu viel Bedeutung beimessen wollen, hat ihr Gespräch doch ab diesem Zeitpunkt etwas Angestrengt-Gezwungenes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich glaub ich muss heut mal etwas früher ins Bett" Schade. Irgendetwas ist schiefgelaufen, aber sie hat keine Ahnung was. Hat sie ihn gekränkt? Verärgert? Unwissentlich verletzt sogar? Oder ist er dieses Spiel nur leid, ist sie für ihn zu langweilig? Will er sich interessanteren Beschäftigungen zuwenden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ok. Schlaf gut" Schlaf gut! Es klingt wie Hohn in seinen Ohren, an Schlaf ist nicht zu denken. Da kennt er sie jetzt schon so viele Jahre, hat sich immer gut und unkompliziert mit ihr unterhalten, eine solide Freundschaft, nicht mehr, und seit einigen Tagen ist plötzlich alles anders, wie auf den Kopf gestellt. Er wird nicht schlau daraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schlaf auch gut", dahinter noch ein Mond. Wütend klickt sie das Programm zu. Aber es geschieht ihr nur recht, was muss sie auch mit dem Feuer spielen und sich einbilden, sie könne doch noch mal die Erfahrung gegenseitiger Liebe machen. Naiv ist das, und das beste ist tatsächlich, wenn sie mit den Spielchen aufhören - sofort! Er ist ein guter Freund für sie, all die Jahre, sie will ihn nicht wegen einer dummen Flirterei verlieren. Wahrscheinlich hat er sie mit seinem Schlafbedürfnis gerettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während beide den Computer herunterfahren, im Bett verschwinden, sich selbstbefriedigen, einschlafen und komische Sachen träumen, haben sie ihre Freundschaft gerettet und ihre Liebe füreinander ertrinken lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-5551876177618561262?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/5551876177618561262/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/12/spielerei-ein-spiel-hat-sie-das.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5551876177618561262'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5551876177618561262'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/12/spielerei-ein-spiel-hat-sie-das.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3406432529773209949</id><published>2010-12-12T11:26:00.000-08:00</published><updated>2010-12-12T11:32:50.820-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>"Sach-bearbeiter"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sachbearbeiter rückt die Brille zurecht und schnaubt kurz stoßweise aus, bevor er sich wieder dem jungen Mann zuwendet. "Das ist egal. Hauptschulabschluss ja oder nein, Sie müssen sich bewerben, und zwar innerhalb der nächsten 3 Tage. Als Beleg bekomme ich wie immer das Anschreiben in Kopie."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist November, die Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz längst abgeschlossen. Der junge Mann macht immer weiter: Er durchforstet das Branchenbuch, Zeitungen, Internet etc. nach Anzeigen, Adressen, Hinweisen. Er schreibt zig Bewerbungen. Er bekommt Absagen. Und jetzt, wo es darum geht, wenigstens einen Ausbildungsplatz fürs nächste Jahr zu bekommen, meist die Info, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen kann. Die Firmen haben ihre Azubis, die vielleicht nächstes Jahr Prüfung machen. Theoretisch könnten sie dann einen neuen Azubi einstellen. Fällt der jetzige aber durch und muss die Prüfungen wiederholen, verlängert sich seine Ausbildungszeit - Pech für den neuen Bewerber. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sachbearbeiter schüttelt genervt den Kopf, beugt sich etwas vor und klackert ungeduldig mit dem Kugelschreiber, man merkt deutlich, was er von seinem Gegenüber hält. "Den Test können Sie sich sparen, Förderschüler fallen da ohnehin immer durch."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den letzten 8 Monaten hat der junge Mann über 30 Firmen kontaktiert, nach Ausbildungsmöglichkeiten und Voraussetzungen gefragt, Bewerbungsunterlagen hingeschickt, nach einer gewissen Zeit, wenn keine Antwort kam, nochmal telefonisch nachgefragt. Er hat an einer Maßnahme vom Arbeitsamt teilgenommen, wo er eine genormte Bewerbungsmappe vorgestellt bekam, nach der er sich zu richten habe. Er hat 2 weitere Praktika gemacht, ist anschließend seinen Zeugnissen hinterhergelaufen. Vom Arbeitsamt hat er in dieser Zeit genau 2 Ausbildungsplatzangebote bekommen, auf die er sich binnen 3 Tagen bewerben sollte, das Anforderungsprofil verlangte Hauptschulabschluss und Führerschein, beides hat er nicht, die Absagen also vorprogrammiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Junge Frau, etwas anderes habe ich derzeit nicht. Auch wenn Sie keine ausgebildete Erzieherin sind, Sie müssen es zumindest versuchen, ich sehe Sie dann in 3 Wochen wieder." Der Sachbearbeiter klappt die Mappe zusammen und greift nach dem Kaffeebecher, das Gespräch ist beendet und die Frau vor ihm nur noch lästig mit ihren Fragen und sinnlosen Bemerkungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Berufswechsel ist stets schwierig und mit gewissen Risiken verbunden. Alles ist neu und unbekannt. Mitarbeiter des Arbeitsamtes haben den Überblick über zahlreiche Berufe, Arbeitsfelder, über Möglichkeiten wie Umschulung, finanzielle Förderung, Quereinstiege u.ä. So zumindest die Vorstellung des ahnungslosen Laien, der sich in seiner Orientierungslosigkeit an seinen Sachbearbeiter wendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Eine Neuorientierung im pädagogisch-erzieherischen Bereich können wir angesichts Ihres psychologischen Tests und Ihres Alters nicht unterstützen. Mit Ihrer Vorgeschichte schaffen Sie das ohnehin nicht." Der Sachbearbeiter schaut die Frau gelangweilt an. Sie ist nicht die einzige mit irgendwelchen abstrusen Ideen und Vorstellungen. Zum Glück ist bald Feierabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Tja, Sie wissen, in welchen Schwierigkeiten unsere Abteilung steckt. Die Zeiten sind ja allgemein schlecht und wenn dann noch die Arbeitslosen ausbleiben... Wir müssen Personal entlassen, notgedrungen, es tut mir wirklich sehr leid... - aber, Sie wissen ja selbst, bei Ihrem Sachbearbeiter des Arbeitsamtes sind Sie stets gut aufgehoben."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3406432529773209949?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3406432529773209949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/12/sach-bearbeiter-der-sachbearbeiter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3406432529773209949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3406432529773209949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/12/sach-bearbeiter-der-sachbearbeiter.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4807156545669625570</id><published>2010-11-20T13:01:00.000-08:00</published><updated>2010-11-20T13:05:13.237-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Jagd&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Stuten stehen direkt am Zaun, die ältere etwas weiter vorn, beide starr, angespannt, hochkonzentriert. Sie sehen über die weite Ebene, die im diesigen Grau des Novembernachmittags liegt. Querfeldein laufen die Jäger in ihren grün-braunen Kleidern, den knall-orangenen Westen, Gummistiefel bis an die Knie, Gewehr nachlässig in der Hand. Sie ducken sich unter den Weidedrähten durch, überspringen die Gräben, die jetzt nach den zahlreichen Regentagen randvoll gefüllt sind, verteilen sich über die Weiden. Hundegebell, Zurufe, hin und wieder ein Schuss, aufgeregtes Flattern, Gezeter der Fasane. Langsam kommen sie näher, ziehen in einiger Entfernung am Hof vorbei, routiniert und ruhig, wie in jedem Jahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Leitstute stampft mit dem Huf, wirft den Kopf ruckartig nach oben, nickt ein paarmal kurz hintereinander. Ein Fasan huscht unter der Hecke hindurch in den Garten, duckt sich ganz flach zwischen die langen Brennesselstengel, verschmilzt mit dem Boden. Die Hunde stöbern kreuz und quer über die Weide, aufgeregt-hektisch, verfolgen Hasen. Die neblige Luft lässt die Schüsse dumpf und gespenstisch klingen, die Rufe und das Lachen jedoch klirrt hell dazwischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am anderen Ende der Weiden ist der Feldweg zu sehen, Autos stehen bereit, die älteren Jäger. Eingekesselte Tiere, keine Fluchtmöglichkeit, Hunde apportieren die Beute, werden gelobt und gestreichelt, springen schwanzwedelnd hoch, den Blutgeruch noch in der Nase. Die beiden Stuten wenden sich ab.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4807156545669625570?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4807156545669625570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/11/die-beiden-stuten-stehen-direkt-am-zaun.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4807156545669625570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4807156545669625570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/11/die-beiden-stuten-stehen-direkt-am-zaun.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-5387331837578861215</id><published>2010-11-04T09:53:00.000-07:00</published><updated>2010-11-04T09:54:09.452-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Hallo lieber Hans,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;trotz meines Alters habe ich keine Ahnung von der Liebe, es gab bisher keine Gelegenheit. Da Du ja ein verheirateter Mann bist, möchte ich Dich daher etwas fragen und hoffe, es ist nicht zu indiskret:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran merkt man, dass man verliebt ist?&lt;br /&gt;Woher wusstest Du, dass Deine Frau die Richtige ist?&lt;br /&gt;Wie fühlt es sich an zu lieben und geliebt zu werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind jetzt schon eine ganze Weile miteinander befreundet, daher erlaube ich mir überhaupt diese Offenheit und vertraue darauf, dass Du mir meine Naivität nicht allzu übelnimmst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Tage da denke ich bei jeder Gelegenheit an Dich.&lt;br /&gt;Manchmal wünsche ich mir, Du würdest wieder vor meiner Tür stehen und lächeln.&lt;br /&gt;Dann erinnere ich mich daran, wie gut wir zusammengearbeitet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Deiner Gegenwart fühle ich ein leichtes Kitzeln im Magen, eine Leichtigkeit, die aufsteigt wie die Bläschen in der Wasserflasche. Ich sehe Dich an, freue mich, dass Du da bist und möchte für immer an Deiner Seite bleiben. Sich wohlfühlen in der Gegenwart des Anderen, den Alltag miteinander teilen können und ihm den Glanz des Besonderen verleihen, das kannte ich bisher nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Dich mit Deiner Frau zusammen sehe weiß ich jedoch, dass ich von dieser Gegenseitigkeit kilometerweit entfernt bin. Es genügt ein Blick und Du weißt, eine winzige Geste und ihr seid miteinander verbunden, unabhängig vom Rest der Welt. Ein Magnetfeld umspannt Euch beide, Du der Nord- und sie der Südpol, jeder weitere Magnet kann nur stören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles Gute Euch beiden.&lt;br /&gt;Bleib mein Freund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iris&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-5387331837578861215?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/5387331837578861215/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/11/hallo-lieber-hans-trotz-meines-alters.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5387331837578861215'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5387331837578861215'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/11/hallo-lieber-hans-trotz-meines-alters.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-6094650094412184298</id><published>2010-08-25T11:23:00.000-07:00</published><updated>2010-08-25T11:24:25.410-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Er hält sie für arrogant und reserviert, eine Großstädterin, die plötzlich das Landleben für sich entdeckt und völlig naiv und realitätsfern durch die nassen Weiden stolpert, dämlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Und? Habt ihr das nicht auch gemerkt? Er kann wieder draußen rumlaufen, sensen und stundenlang kehren und schwadern, und warum? Na...?", Gelächter, "...man könnte ja der schönen Nachbarin begegnen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr ratloser, bestürzter Blick in die Runde der Freunde, die da so königlich über den Abwesenden ablästern, ein Kind ist sie, obwohl gleich alt wie er, ein Kind, das sich schuldig fühlt, wenn es Gefühle provoziert, die es nicht provozieren will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Sie führen ein merkwürdiges Leben, wenn ich das so sagen darf, junge Frau. Also ich könnte das nicht, so ganz allein." Ein alter Mann, der ihr von der Zweisamkeit mit seiner Frau erzählt und gleichzeitig wie zufällig nah an ihre Seite rückt, sie berührt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie will sich sicher fühlen, glaubt, es hier auf dem Land einfacher zu haben, weniger Menschen, viel Platz, man kann sich aus dem Weg gehen, ordentliche Verhältnisse mit Ehemännern und Ehefrauen. Sie mag die Paare rundum, fühlt sich wohl in ihrer Gesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich komme gut allein zurecht, ich kenne es nicht anders. Ich muss mich mit niemandem absprechen, was es zu essen gibt und wann, ob ich auf einem Fest eher früh gehe oder noch bleibe, wer für den Abwasch zuständig ist und wie die Wände gestrichen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einiger Zeit stürmt ein Mann mit riesigen Schritten auf sie zu, überrennt sie und ihren Hof völlig und plant wie selbstverständlich ihre gemeinsame Zukunft und die weiteren Renovierungs- und Umbaumaßnahmen ihres Hofes. Sie hätte sich vorstellen können, mit ihm zusammenzuarbeiten, vielleicht auch, dass sie sich mit der Zeit vertrauter werden und sich langsam so etwas wie Zuneigung und Vertrauen entwickelt, ein Missverständnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie ist für ihn ein Rätsel, gerade hat sie noch sorglos-unbekümmert mit den anderen gelacht, jetzt wirkt sie unnahbar, verschließt sich, zieht sich auf ihr arrogant wirkendes "starke-Frau-Image" zurück. Es verführt zu hinterhältig-fiese Bemerkungen und Anspielungen, die sie nicht versteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Jahren stolpert sie ständig über irgendwelche Männer, die ihr ihr Herz ausschütten, sie als geduldige Zuhörerin und Trösterin benutzen und dann plötzlich auch noch unbedingt mit ihr schlafen wollen. Sie hört zu, vielleicht weil sie sich danach sehnt, dass auch ihr jemand zuhört und sie als Mensch annimmt, ohne Hintergedanken und dieses langweilige Mann-Frau-Schema, ein Missverständnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er nimmt die Hand seiner Frau, ein kurzer Seitenblick, gegenseitige Rückversicherung, wir gehören zusammen, normaler Alltag und doch etwas Besonderes für sie. Diese versteckten Gesten zufällig aufzuschnappen ist Glück und Unglück in einem, es zeigt ihr deutlich, was sie nicht kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Jahrzehnten gibt es bereits diese Männer, die ganz "vernarrt" in sie sind. Schon wenn so einer ankommt ist sie wütend, will ihn wegstoßen und muss doch dableiben und ein "braves Mädchen" sein. Jedesmal wenn sie denkt, gleich explodier ich, kippt etwas in ihr und sie ist ein Automat. Sie sehen in dem kleinen Mädchen bereits die Frau, ein Missverständnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sieht ihre Anspannung und wundert sich. Sie ist schön, obwohl sie die Frau in sich gut versteckt und kontrolliert, sie wirkt stark und entschlossen, kämpferisch und mutig. Er hat sich blenden lassen. Sie macht ihm Angst, und er reagiert mit Hohn und Spott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du bist die beste Medizin für den Alten! Ist sie nicht eine ganz besonders süße Maus, unsere schöne Nachbarin?" Er rückt näher, legt den Arm um sie und zieht sie heran. "Ich muss jetzt gehn, ist spät geworden." Sie ist nicht mehr das kleine Mädchen, nie wieder ein Automat - lieber allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Rausgehen fängt sie seinen Blick auf, ratlos, bestürzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-6094650094412184298?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/6094650094412184298/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/08/er-halt-sie-fur-arrogant-und-reserviert.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6094650094412184298'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6094650094412184298'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/08/er-halt-sie-fur-arrogant-und-reserviert.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4371312566432254943</id><published>2010-07-08T04:20:00.000-07:00</published><updated>2010-07-08T04:25:17.764-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Liebe? Was ist das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er lacht, steht einfach da und lacht, seine wässrig-blauen Augen, der große Junge, dem man sein Alter definitiv nicht ansieht. "Komm, ich zeigs dir."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich möchte ihn umarmen, seinen Körper an meinem spüren, mich geborgen fühlen, nie mehr loslassen, ihm vertrauen, anerkannt werden, erfahren, dass ich eine Frau sein kann, ohne mein Menschsein aufgeben zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er ist verheiratet, er lebt und arbeitet nach völlig anderen Grundsätzen als du, die du teilweise ablehnst, zumindest jedoch nicht ohne schlechtes Gewissen akzeptieren kannst. Wie stellst du dir das Zusammenleben mit einem derart verschiedenen Menschen vor?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lerne ihn erst kurz vor seiner Hochzeit kennen, ihn und seine Frau, ein gutes Paar. Sie kennen sich schon seit der Kindheit, sind quasi zusammen aufgewachsen, sind sich vertraut, passen zueinander, ideale Voraussetzungen für ein gemeinsames Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich fühle eine Zärtlichkeit in mir, wenn ich mit ihm zusammen bin, in mir wird etwas ganz weich, was normalerweise darauf trainiert worden ist hart zu sein, hart gegen mich selbst, hart Gefühlen und momentanen Stimmungen gegenüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er hat sich doch bereits entschieden, er ist treu und anständig, willst du etwa, dass er seine Frau deinetwegen verlässt und traurig macht, willst du dein Glück auf Kosten anderer errichten? Was ist mit deiner Loyalität?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist betrunken, ist mit seinen ebenfalls betrunkenen Freunden unterwegs zum nächsten Schnaps und erkennt mich erst im letzten Augenblick, bleibt stehen, steht da mit diesem entwaffnend offenen Gesicht, ein junger Welpe, der gestreichelt sein möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich bin ein junges, neugieriges Mädchen im Körper einer alten Frau, gefesselt, gefangen, unmöglich die Hand auszustrecken und seinen Arm zu berühren, der zarte helle Flaum, goldbraune Haut, ich darf es mir nur vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er wird morgen heiraten, du weißt fast nichts von ihm, du bist neu hier und fremd, willst du dich lächerlich machen, willst du es dir gleich zu Beginn mit allen hier verderben, willst du sofort wieder zum Außenseiter, zur Verrückten werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin allein, in mir ist eine große Sehnsucht nach Zusammensein, Zärtlichkeit und Zuneigung. Ich lasse meine Träume und Wunschbilder aufsteigen wie Seifenblasen und weiß, dass sie zerplatzen werden, keine Zukunft haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich habe keine Ahnung von der Liebe, ich weiß nicht, wie man sich einem Menschen nähert und diese ganz spezielle Bindung aufbaut, ich habe Menschen, die mir zu nahe kamen weggestoßen und bin ebenfalls nur weggestoßen worden, wenn ich mich näherte, Liebe scheint Betrug zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;er hat eine andere Art, Verbindung herzustellen, er spricht auf gleicher Höhe mit mir, er hat nicht dieses Raubtierglitzern, bei dem ich schon weiß, dass ich nur noch eine Vagina auf Beinen für ihn bin, er hat mich als Ganzes gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache die Tür auf, verschlafen und verwirrt von seltsamen Gedanken und Ideen. "Weißt du, wie man einen Menschen liebt?"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4371312566432254943?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4371312566432254943/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/07/liebe-was-ist-das-er-lacht-steht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4371312566432254943'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4371312566432254943'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/07/liebe-was-ist-das-er-lacht-steht.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4475375326322064387</id><published>2010-03-09T04:03:00.000-08:00</published><updated>2010-03-09T04:26:40.538-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Es ist Zeit für eine Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kinder und Enkel und Urenkel kommen im gemütlichen Zimmer der Alten zusammen, lachen, plaudern, sind aufgeregt und gespannt. In den letzten Jahren ist dieser Ausspruch, der zum Ritual dazugehört, nur selten erklungen, Großmutter ist fast 90 und wird langsam schwach und müde, geistig jedoch ist sie immer noch glasklar und manchmal schneidend scharf, wer sie nicht kennt und sie da so in ihrem Sessel sitzen sieht, klein, dünn, faltig, ein wenig zusammengesunken, unterschätzt sie leicht und ist erstaunt und betroffen, wenn sie einen ihrer berühmten Seitenhiebe austeilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht um Odysseus, den großen Helden der Antike. Spott schwingt in ihrer etwas brüchigen Stimme, ein kleines verschmitztes Lächeln huscht über ihr Gesicht und bleibt in den Mundwinkeln und den Augen sitzen. Nachdenklich betrachtet sie ihre Familie, Söhne und Töchter mit Schwiegersöhnen und Schwiegertöchtern oder Freunden und Freundinnen, die Enkel, teilweise auch schon mit Partner und sogar Urenkel. Ganz leicht wird ihr Herz, wenn sie in die Gesichter sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In groben Zügen kennt wohl jeder die Geschichte: Odysseus zieht los um bei der Befreiung Helenas zu kämpfen und irrt nach der 10jährigen Belagerung noch weitere 10 Jahre durch die Weltmeere, um wieder nach Hause zu kommen. Unterwegs muss er zahlreiche Abenteuer bestehen, sieht seltsame Orte und Wesen und versackt zeitweise bei Kirke und Kalypso, auf ihrer Insel der Träume. Irgendwann jedoch kommt er tatsächlich nach Hause und hier endet dann die Geschichte. Ich habe mich immer gefragt, wieso sich keiner der antiken Erzähler die Mühe gemacht hat weiterzuerzählen, denn die Ankunft ist doch erst der Anfang einer neuen Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was soll man denn da noch groß erzählen, Oma? Er kommt heim, alle freuen sich, lassen ihn hochleben und feiern ein großes Fest - Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So! Alle freuen sich? Stell dir die Situation doch mal vor. Du bist jetzt fast 30, vielleicht im gleichen Alter wie Odysseus und seine Frau als er loszog. 20 Jahre später, du bist inzwischen fast 50, steht er wieder vor dir, freust du dich? Sofort? Vorbehaltlos? Ohne gekränkt oder verletzt zu sein? Und was hast du in dieser Zeit gemacht? Die Zeit ist ja nicht einfach stehengeblieben wie bei Dornröschen, du bist nicht in 20jährigen Schlaf gefallen und kannst jetzt an dem Punkt weitermachen, wo er damals weggefahren ist und ihn ohrfeigen, oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es nicht noch die Geschichte mit Penelope, die von zahlreichen Freiern bedrängt wird, und Odysseus schleicht sich als Bettler ein und wird erkannt, weil nur er seinen Bogen spannen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, und dann metzelt er alle nieder und hängt irgendwelche untreuen Mägde an die Leine, furchtbare Geschichte und ehrlich gesagt nicht sehr überzeugend, schließlich hatte sie 20 Jahre keine Probleme ohne ihn zurechtzukommen, ist weder vergewaltigt noch beraubt oder fortgejagt worden, was angesichts der damaligen Verhältnisse ja gar nicht so weit hergeholt wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann erzähl uns deine Version davon, was derweil passiert ist und was dann weiter passiert, füll für uns diese Lücke, Mutti.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, Penelope war vermutlich erst anfang 20 als Odysseus loszog, sie war sicher auch nicht mit ihm verheiratet, wie ich Odysseus einschätze, hatte er lediglich eine kurze Affaire mit ihr. Sie bewunderte ihn, weil er soviel wusste und ihr soviel zeigen und erklären konnte. Wie für viele junge Mädchen war er ihr Held, den sie anhimmelte und der für sie Vorbild für Stärke, Kraft und engagiertes Tun war. Wie er wollte sie in ihrem Leben etwas aufbauen, gestalten, andere begeistern und ihnen Freude bringen. Sie stand am Anfang ihres Weges, noch unsicher, ob sie das schaffen würde. Mit seiner Hilfe sicherlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber er geht weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, er geht weg, sein Weg führt ihn hinaus aufs Meer, in Abenteuer, die sie sich nicht ansatzweise vorstellen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum ist sie nicht mit ihm gegangen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wäre das sicher möglich, aber damals war das völlig undenkbar. Abenteuer bestehen nur "Männer." Wieder huscht dieses verschmitzte Lächeln über ihr Gesicht, und wenn man genau schaut ist vielleicht auch ein Hauch von Ärger um ihren schmalen Mund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Penelope ist allein. Ihre Familie ist arm, kann sie nicht unterstützen, und durch ihre Affaire mit Odysseus ist ihr Ansehen in der Gesellschaft rapide gesunken. Daher geht sie weg, zieht zu einer Freundin aufs Land und hilft ihr in der kleinen Bäckerei. Hier kann sie aufatmen und neu anfangen. Ihre Nachbarn sind nett, schnell hat sie Anschluss gefunden, Odysseus ist hier nahezu unbekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist sie nicht traurig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wartet sie denn nicht darauf, dass Odysseus zurückkommt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht, vielleicht auch nicht. Damals war die Seefahrt ja noch lebensgefährlich, man wusste wenig darüber, wie man den Gefahren der Meere begegnen konnte, vor einer Seereise machte man sein Testament und betete für eine glückliche Rückkehr. Poseidon war gefürchtet und wer nicht unbedingt musste, blieb lieber an Land. Ich kann mir daher vorstellen, dass auch Penelope eher davon ausging, ihren Liebsten nicht mehr wiederzusehen. Sie war auch noch nicht allzu lange mit ihm befreundet gewesen und jung genug, jemand anderen kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie unromantisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich weiß was ihr Männer jetzt hören wollt: Penelope saß die ganzen 20 Jahre traurig und allein in einer dunklen Kammer und verzehrte sich vor Sehnsucht nach ihrer großen Liebe. Tag für Tag ging sie zum Tempel des Poseidon und opferte großzügig. Ansonsten hüllte sie sich in Sack und Asche, wurde immer dünner und unglücklicher und wäre fast gestorben, aber da kam, nach 20 Jahren endlich, der Held, der Retter, Odysseus, erste und einzige Liebe, und sie fiel ihm überglücklich und dankbar in die Arme und war schlagartig wieder schön, anmutig und bezaubernd wie das junge Mädchen von damals, richtig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na ja, wenn du das so überzogen erzählst klingt es richtig albern und lächerlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und genau das ist es. Penelope entwickelt sich weiter, sie wird stark und schön, sie wird eine Frau, die aus ihrer inneren Mitte heraus lebt, die Freude um sich herum verbreitet. Sie findet auf dem Land ein Zuhause, sie liebt ihre Arbeit und die Menschen, mit denen sie zusammenlebt. Sie wird ruhiger, in sich gefestigter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat sie einen anderen Mann gehabt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, jedenfalls nicht im traditionellen Sinn. Sie hat nicht geheiratet, sondern das Leben einer unabhängigen Frau geführt. Da sie jedoch 3 Töchter hat, muss sie wohl auch Beziehungen zu Männern gehabt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie war zu der Zeit eine Alleinerziehende???&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teilweise könnte man das sicher so nennen, doch anders als heutzutage hatte sie ganz selbstverständlich Unterstützung und Hilfe durch ihre Freundin mit der Bäckerei, Nachbarn und Freunde. Sie hatte sich ein soziales Netz aufgebaut, das sie auch in schwierigen Zeiten trug. Sie hatte einer Frau bei der Geburt geholfen, sie war da, wenn ein Babysitter gebraucht wurde, sie übernahm auch mal das Füttern der Tiere auf dem nächsten Hof oder ging für den alten Großvater zum Markt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber auf dem Land weiß jeder alles, keine Intimsphäre, nur Klatsch und Tratsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon möglich, doch oft kommt es auf einen selbst an, ob man sich Freunde oder Feinde macht. Penelope mit ihrer netten offenen Art hatte jedenfalls schnell die Herzen im Dorf erobert. Klar, dass einige, gerade die Älteren skeptisch blieben und abwarteten, aber 20 Jahre sind schließlich eine lange Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat sie denn dann Bäckerin gelernt? War ihr das nicht zu langweilig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, es war das naheliegendste, die Bäckerei der Freundin bestand schon seit 3 Generationen, lief gut und bot genug Arbeit auch für Penelope. Aber dabei blieb es nicht. Penelope war neugierig und experimentierfreudig, sie kreierte neue Gebäckstücke und Kuchen, kleine Süßigkeiten für die Götteropfer und Knabbereien für die Arbeitspausen. Die Leute waren begeistert, es sprach sich schnell herum und schon bald kamen auch die Leute aus dem näheren und weiteren Umland. Der Laden lief, die beiden Frauen konnten die viele Arbeit gar nicht allein bewältigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also mussten doch wieder die Männer ran, wie immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, im Gegenteil, sie bauten ein Frauenprojekt auf, das jungen Frauen ermöglichte, durch die Arbeit auf eigenen Beinen zu stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Emanzen? In der Antike? Oma du spinnst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Emanzipation ist nicht so neu wie du vielleicht denkst, nicht erst in den 60ern sind Frauen losgezogen um für ihre Rechte zu kämpfen, es war nur früher sehr viel unspektakulärer, vielleicht auch versteckter und indirekter. Weder Penelope noch ihre Freundin hätten etwas "gefordert", aber sie nutzten die Möglichkeiten und Lücken, die sich ihnen boten. Später waren ja auch Frauenklöster oder Beginenhöfe Freiräume, die Frauen zu nutzen wussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O.k. du willst uns also weismachen, Penelope macht "Karriere" in der Bäckerei, zieht nebenbei ihre Kinder groß und wird getragen vom nachbarschaftlichen sozialen Netz? Ist das nicht arg blauäugig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine denkbare Alternative zu eurer Version: Odysseus ist weg, ihre Familie hat sie verstoßen, sie muss auf die Straße gehen und ihren Körper verkaufen, um zu überleben, aus Scham darüber, dass sie so ein Flittchen war und jetzt ein leichtes Mädchen, ertränkt sie ihren Kummer im Alkohol, den es auch schon damals gab, schläft in der Gosse und stirbt natürlich früh, oder bringt sich am besten auch noch selbst um, als Strafe für ihr "sündiges Leben."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gefällt mir deine Version eindeutig besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, mir auch, besonders weil es viel realistischer ist in bezug auf die tatsächlichen Fähigkeiten von Penelope. Sie ist klug und verantwortungsbewusst, sie kann planen und anpacken. Sie hat über 20 Jahre ohne Odysseus gelebt und ist zurechtgekommen, warum soll sie völlig hilflos im Elend versinken, nur weil er jetzt weg ist?' Wenn sie ihm nicht begegnet wäre, hätte sie ja auch zurechtkommen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du verdirbst einem aber auch wirklich alles. Das ist doch gerade das Besondere am "Blitzschlag der Liebe."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Blitzschlag der...", die Alte prustet los, ihr ganzer zierlicher Körper bebt vor Lachen. Sie sieht ihren Enkel an, gerade mal 15 ist er, fast der Jüngste, ein Kind noch und gleichzeitig so naseweis, als hätte er es schon selbst erlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht hast du recht, ich selbst habe es zwar nur ansatzweise erlebt, aber das berechtigt mich nicht, mich darüber lustig zu machen. Doch sollte die Liebe nicht die Entwicklung beider Partner fördern? Wird man nicht durch echte Liebe und Partnerschaft emporgetragen, so dass Unmögliches plötzlich möglich wird? Und kann dieser Impuls nicht auch weitergehen, über die Zeit der Liebe hinaus? Habe ich denn nicht das Recht weiterzuwachsen, auch wenn mich der Partner verlässt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sieht ihren Enkel an, gerade, direkt. Plötzlich geht es nicht mehr nur um eine Geschichte aus der Antike, die Gegenwart oder besser vielleicht ihre eigene Vergangenheit hat sich dazwischengedrängt und legt einen Flor aus Ernsthaftigkeit und stiller Trauer über ihre Züge. Er schweigt, zu stark ist für ihn die stumme Klage, und nicht nur für ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wann kommt jetzt endlich Odysseus zurück? Die Kleine auf dem Boden hat ihre Uroma ungeduldig am Bein gestubst. Zu gespannt ist sie auf den großen Helden Odysseus, zu unverständlich die Düsternis der Alten. Am Ende erzählt sie gar nicht mehr weiter und dann erfährt sie ja nie was passiert ist, als Odysseus endlich heimkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem kleinen Dorf braucht es etwas länger, bis die Nachricht von der Rückkehr Odysseus ankommt. Den meisten sagt der Name gar nichts, ein paar der Älteren haben schwache Assoziationen an einen früheren Helden o.ä. der schon lange verschollen ist. Penelope ist hin und hergerissen, sie ist wieder jung und unerfahren und gleichzeitig ist sie eine starke Frau, die selbständig ihr Leben organisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will sie ihn denn nicht sofort wiedersehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, was meinst du? Sie weiß, dass sie sich seit damals verändert hat, auch Odysseus wird sich verändert haben. Sie hat ein Bild von ihm im Kopf von der Zeit, auch von sich und ihrer Beziehung. Im Nachhinein erkennt sie, dass es keine Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe war, er war selbstbewusst, wissend, erfahren und damit ihr Lehrer. Jetzt aber ist sie ihren eigenen Weg gegangen, hat sich selbst gefunden und ist auch selbstbewusst, wissend, erfahren. Wird er damit umgehen können?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geht sie wenigstens mal in die Stadt, um ihn wiederzusehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie überlegt lange, lässt sich Zeit für eine eigene Entscheidung. Sie will sich nicht mitreißen lassen von den vielen Stimmen, die sagen, sie gehöre schließlich zu ihm, auch nicht von denen, die sie beschwören, ihn nicht zu sehen, weil er sie schließlich verlassen hat. Dann ist die Entscheidung gefallen, klar, eindeutig. Sie wird ihn sehen, hier, und ihm zeigen, was sie aufgebaut hat. Sie lädt ihn ein, wartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und? Kommt er? Kann er sich denn überhaupt noch an sie erinnern?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, sofort. Er hat das junge Mädchen vor Augen, das ihn anstaunt, mit offenem Mund zuhört, ihm folgt, ihn liebt. Zu gern kommt er, um diese arme Seele zu erlösen von ihrer jahrelangen, quälenden Warterei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, das kann ja was werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau. Mit fliegenden Fahnen eilt er zu ihr, doch das Mädchen findet er nicht. Und vor der Frau, die ihm fremd gegenübersteht flieht er. Nicht immer sind Menschen stark genug, auch die Stärke des anderen gelten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist ein doofes Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alte wirkt ganz in sich versunken. Nachdenklich sieht sie in die Runde. Haben sie verstanden? Wissen sie jetzt, worauf es tatsächlich ankommt? Werden sie es besser machen? Früher war sie optimistischer, klar werden sie es besser machen, es können schließlich nicht alle so dumm und feige wie Odysseus sein, aber heute? Sie wiegt langsam den Kopf, horcht in sich hinein, lächelt. Doch, auch sie werden wachsen an Aufgaben, Schwierigkeiten, Erfolgen und Misserfolgen. Sie werden stark werden, wie sie, und ihren Kindern und Enkeln und Urenkeln die alten Geschichten erzählen, die sich wiederholen, immer und immer wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4475375326322064387?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4475375326322064387/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/03/es-ist-zeit-fur-eine-geschichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4475375326322064387'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4475375326322064387'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/03/es-ist-zeit-fur-eine-geschichte.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3466053281058016200</id><published>2010-02-20T09:58:00.000-08:00</published><updated>2010-02-20T10:01:52.673-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Hände hoch - Das ist ein Überfall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute hatte sie die Tür aufgemacht. Nach gut 3 Wochen nahm sie wieder Kontakt auf zu dem Raum, den er mit seiner Gegenwart zerstört hatte. Sie blieb draußen, saß stattdessen im Nebenraum auf ihrem Bett, die offene Tür im Blick. Ihre Hündin war mutiger, schwanzwedelnd lief sie hinein. Sie konnte nicht sehen, was sie tat, vermutete aber, dass sie herumschnüffelte und den Geruch von ihm und seiner Hündin aufnehmen würde. Die Begegnung der Hunde war problemlos gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Hast du zugenommen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte von ihren Nachbarn einen kleinen Alpenveilchentopf geschenkt bekommen, zum Valentinstag. Sie hatte auch kleine Geschenke für ihre Freunde, Familie und Nachbarn gepackt. Tag der Verliebten, dazu hatte es bisher nicht gereicht. Sie hatte gedacht, dass es dieses Jahr klappen könnte. Sie waren beide in Beziehungen etwas kompliziert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Der Hof ist ja eine einzige Baustelle."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie stellte die Blumen aufs Fensterbrett, vorsichtig, sah sich um und ging wieder hinaus, die Tür ließ sie offen. Vielleicht sollte sie doch die Heizung wieder andrehen und sehen was passiert. Er hatte das Kissen auf der Heizung vergessen und einen Schwelbrand verursacht. Der Gestank war auch nach tagelangem ununterbrochenem Lüften noch nicht ganz weg, hing wie eine Mahnung in der Luft, sprang einen an, sobald man den Raum betrat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Also hier muss erstmal gründlich renoviert werden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte alles gewaschen, den Sofaüberzug, das Bettzeug, die Steppdecke. In den ersten Tagen war sie nur reingegangen, um das Fenster morgens aufzumachen und kurz vor dem Schlafengehen wieder zu schließen. Jedesmal war ihr der penetrante Gestank entgegengeschlagen. Sie hatte das Gefühl, gar nicht da zu sein, wie ein Geist irrte sie umher und versuchte sich wiederzufinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Dein Kleidungsstil ist noch schlimmer geworden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte ihm ein Willkommensschild gemalt und ein kleines Büchlein dazugelegt. Sie hatte überlegt, wo sie hinfahren könnten, was sie ihm zeigen wollte. Anschließend hätte man zusammen in eine kleine Gaststube essen gehen können. Die Gegend war wunderschön, weite Ebenen, freier Blick, unverbaute Natur, Ruhe, Frieden. Hier konnte man aufatmen, der Geist hatte Raum sich auszudehnen, nachts eine unglaubliche Stille, sie war zuhause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du hast gar nichts Weibliches an dir."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte sich auf diesen Besuch gefreut. Sie wollte ihm zeigen, was sie hier aufgebaut hatte: den Hof, die Tiere, die kleine Landwirtschaft, den Garten, die Weiden. Sie wollte dieses Glück mit ihm teilen, dieses Wunder, dieses Endlich-Angekommensein, das jeden Tag zu etwas Besonderem machte. Jeder Tag ein Geschenk, das sie staunend annahm in fast kindlicher Freude. Und sie wollte erzählen von den Plänen, die sie noch hatte, den vielen Ideen, die sie Stück für Stück umsetzen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du bist noch kühler und distanzierter als früher, ich spüre nur Kälte von dir ausgehen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hier war ihr Glück und das würde sie sich von ihm nicht zerstören lassen. Er kam hier an, ließ an nichts und niemandem ein gutes Haar, trat auf wie nach der Wende die Wessi-Bosse, die marode Ost-Betriebe übernahmen und nur klugscheißen konnten. Sie hatte nur nicht damit gerechnet, dass sie kämpfen sollte und sie wollte auch nicht. Er verpestete mit seiner Krittelei und seiner Negativität die ganze Umgebung und erwartete dann, dass sie sich freuen und liebevoll sein sollte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du hast ein Problem Nähe zuzulassen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihre Hündin war nach wenigen Minuten herumstöbern zurück zu ihr gekommen. Sie hatten sich gemütlich in eine Decke gekuschelt. Schon kurz darauf schlief sie friedlich an ihrer Seite, ihr gleichmäßiger Atem verbreitete Ruhe, Sicherheit. Sie würde das Zimmer wieder bewohnen, wie vorher. Sie würde vermutlich eine ganze Weile brauchen, um ihre verstreuten Einzelteile zusammenzusammeln und sich wieder anwesend zu fühlen, aber sie würde es schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du hast einen schönen Körper."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wollte mit ihr schlafen, zärtlich sein, sie in den Arm nehmen, küssen, eine Frau aus ihr machen, ihr Lehrer, ihr Retter sein und musste nun feststellen, dass sie das weder wollte noch brauchte. Sie stand da, gerade, fest, ruhig und ausgeglichen. Die Erkenntnis kam schlagartig und in der ersten Minute ihrer Wiederbegegnung: Das ist eine starke Frau, und ich bin ihr nicht gewachsen. Er tat, was er immer in solchen Fällen tat, er kämpfte, schlug um sich, zerstörte - auch ihre Freundschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3466053281058016200?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3466053281058016200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/hande-hoch-das-ist-ein-uberfall-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3466053281058016200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3466053281058016200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/hande-hoch-das-ist-ein-uberfall-heute.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-7815458273560895512</id><published>2010-02-13T09:46:00.001-08:00</published><updated>2010-02-13T09:51:14.340-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nebel ändert sich die Welt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3bmQ7dolXI/AAAAAAAAAXg/pgIiPlii_PI/s1600-h/d10.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 291px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3bmQ7dolXI/AAAAAAAAAXg/pgIiPlii_PI/s400/d10.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437786778610734450" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nebel ändert sich die Welt,&lt;br /&gt;was eben noch klar und hell,&lt;br /&gt;ist nun den Blicken verstellt,&lt;br /&gt;verschleierter Schönheit Zauberwelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Erdenleben läuft auch so&lt;br /&gt;unbeachtet im Halbdunklen ab,&lt;br /&gt;obwohl ich von Großem geträumt hab´,&lt;br /&gt;scheint das Licht nur anderswo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich die Bäume aus dem Dunst&lt;br /&gt;rausschälen am frühen Morgen des Lebens&lt;br /&gt;da scheint die Hoffnung noch nicht vergebens,&lt;br /&gt;auf Gottes ewig verjüngende Kunst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Nebel ändert sich die Welt,&lt;br /&gt;der schönste Anzug trägt dann grau,&lt;br /&gt;ihr Geister, wüßt´ich nur genau,&lt;br /&gt;was mir zum Glück noch fehlt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-7815458273560895512?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/7815458273560895512/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-im-nebel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/7815458273560895512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/7815458273560895512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-im-nebel.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3bmQ7dolXI/AAAAAAAAAXg/pgIiPlii_PI/s72-c/d10.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-1072089981099511617</id><published>2010-02-12T11:14:00.000-08:00</published><updated>2010-02-12T11:20:12.745-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liege hingerissen, wässernd aus Schmerzaugen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3Wpm77hiHI/AAAAAAAAAXY/Ok7Fan1paPc/s1600-h/d9.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 296px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3Wpm77hiHI/AAAAAAAAAXY/Ok7Fan1paPc/s400/d9.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437438611507218546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flimmerbeinchen ausgerissen&lt;br /&gt;in deiner Hand&lt;br /&gt;zerquetscht mein Herz wie&lt;br /&gt;der entpanzerte Käfer&lt;br /&gt;wandert auf den platten&lt;br /&gt;Schmutzwortboden&lt;br /&gt;glaube immer noch&lt;br /&gt;Küsse haben Flügel&lt;br /&gt;ziehen weg von dir&lt;br /&gt;nicht als Botenflug nur&lt;br /&gt;als tolle Raben in der weißen Zeit&lt;br /&gt;liege hingerissen auf&lt;br /&gt;der Lebensmatte wässernd&lt;br /&gt;aus Schmerzaugen außerdem&lt;br /&gt;erschöpft vom langen Stehn&lt;br /&gt;im gelbgewordnen See&lt;br /&gt;so liebt´ ich dich&lt;br /&gt;nichts ist hoch und eilig&lt;br /&gt;schlucke ohne rechte Lust&lt;br /&gt;was an Herzblut noch&lt;br /&gt;im Glase oben schwimmt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-1072089981099511617?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/1072089981099511617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-liege.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1072089981099511617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1072089981099511617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-liege.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3Wpm77hiHI/AAAAAAAAAXY/Ok7Fan1paPc/s72-c/d9.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-2895713249856869642</id><published>2010-02-09T03:44:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T03:56:45.046-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Sonnenblume hinter Stacheldraht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FMrikyYOI/AAAAAAAAAWY/v5jHHUSG4l0/s1600-h/d8.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 292px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FMrikyYOI/AAAAAAAAAWY/v5jHHUSG4l0/s400/d8.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436210536112087266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Sonnenblume hinter Stacheldraht&lt;br /&gt;habe ich dir heute gepflückt,&lt;br /&gt;unter meinem Kittel ans Herz gedrückt&lt;br /&gt;für dich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hoffnung auf ein wenig Brot&lt;br /&gt;läßt mich am Leben bleiben;&lt;br /&gt;bei Nacht brüllt deine Schande,&lt;br /&gt;ich wünschte, ich könnte dir schreiben&lt;br /&gt;zur Not.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Verse wird niemand lesen,&lt;br /&gt;an meine Narbenhaut gepreßt,&lt;br /&gt;heute starben wieder zehne -&lt;br /&gt;Sag´, Gott, wo ist uns´re Kleene?&lt;br /&gt;Bei dir?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Sonnenblume hinter Stacheldraht&lt;br /&gt;würde mit dem Tod bestraft,&lt;br /&gt;wenn man sie fände;&lt;br /&gt;man bräche mir erst die Hände,&lt;br /&gt;und ich muß doch leben&lt;br /&gt;für das Ende -&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-2895713249856869642?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/2895713249856869642/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/eine-sonnenblume-hinter-stacheldraht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/2895713249856869642'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/2895713249856869642'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/eine-sonnenblume-hinter-stacheldraht.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FMrikyYOI/AAAAAAAAAWY/v5jHHUSG4l0/s72-c/d8.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-624804897196530339</id><published>2010-02-08T03:46:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:12:44.292-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Weg hinaus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FRIQBucLI/AAAAAAAAAXQ/WcVbD-wGyNc/s1600-h/d7.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 290px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FRIQBucLI/AAAAAAAAAXQ/WcVbD-wGyNc/s400/d7.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436215427395907762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie warte ich auf dein Blut&lt;br /&gt;daß es mir in den Adern kocht&lt;br /&gt;wie heißes Fett am Siedepunkt&lt;br /&gt;in den Wandelgängen der Liebe zischt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit frißt Geld und Haare auf&lt;br /&gt;was bleibt unverwüstet?&lt;br /&gt;Steckt mir eine Kerze in den&lt;br /&gt;Totenschädel haßbestäubt&lt;br /&gt;Menschen schwarze Vogelmasken&lt;br /&gt;tanzen Cha-cha-cha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Zeigerhammer tropft Sekundenblut&lt;br /&gt;Körper lahmen mit offenen Mündern&lt;br /&gt;werden zum Hundefraß&lt;br /&gt;auf offener Straße&lt;br /&gt;hingerichtet&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-624804897196530339?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/624804897196530339/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/kein-weg-hinaus-wie-warte-ich-auf-dein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/624804897196530339'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/624804897196530339'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/kein-weg-hinaus-wie-warte-ich-auf-dein.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FRIQBucLI/AAAAAAAAAXQ/WcVbD-wGyNc/s72-c/d7.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3294899003325212817</id><published>2010-02-06T07:14:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:11:36.422-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Schlacht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQ1U1xKCI/AAAAAAAAAXI/KXYF_RV2CKM/s1600-h/d6.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 295px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQ1U1xKCI/AAAAAAAAAXI/KXYF_RV2CKM/s400/d6.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436215102270416930" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ein Feiertag der Abend vor der Schlacht,&lt;br /&gt;strahlende Gesichter von Männern im sauberen Grau,&lt;br /&gt;Im Gebet versammelt die starren Reihen um halbe acht;&lt;br /&gt;"Herr, dein Feld-Reich der Jugend erbau!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vergangen ist nun die Zeit für Worte,&lt;br /&gt;die Tat allein erweist den rechten Mann,&lt;br /&gt;Gott gibt uns Kraft und öffnet das verbohrte&lt;br /&gt;Kriegerherz mit heiligen Schlüsseln aus Erz -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;das tönt über Feld und Flur und über die&lt;br /&gt;verschneiten Wälder -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kriegshorn schallt übers Land,&lt;br /&gt;ihr Mädchen kommt heraus,&lt;br /&gt;der Kriegsgott geht über Land,&lt;br /&gt;geht übers Gebirge, übers Wasser in Stiefeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In langen Reihen Mann für Mann,&lt;br /&gt;in die große Schlacht gezogen,&lt;br /&gt;eins, zwei, drei, das Lied von Erika&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ratata Ratata&lt;br /&gt;Kamerad zerfetzt verrenkte Glieder&lt;br /&gt;Roter Mund - bist du ein Clown?&lt;br /&gt;Hahaha!&lt;br /&gt;Bum Kawumm!&lt;br /&gt;Wärme meinen Körper Kamerad&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kannst mich nicht hören&lt;br /&gt;Kannst mich nicht wärmen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;KANALISATION&lt;br /&gt;LEICHENDUFT&lt;br /&gt;HÖLLENPFUHL&lt;br /&gt;ZENTRALER FEUERSTOSS&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Lachen in Stahlgewittern&lt;br /&gt;TOTENFLÜSTERN&lt;br /&gt;Die Fahne flattert uns voran&lt;br /&gt;HILFLOSER JAMMERTON&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kampf Mann gegen Mann,&lt;br /&gt;in Epen gepriesen,&lt;br /&gt;der Parzen Hohngesang&lt;br /&gt;aufs Verrecken folgt das Genießen&lt;br /&gt;im Kasino der Generäle&lt;br /&gt;sitzen glänzende Uniformen&lt;br /&gt;und ihre Träger&lt;br /&gt;rühren im Erbsenpüree&lt;br /&gt;wie im Landsergekröse&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Soldaten soll´n marschieren, marschieren,&lt;br /&gt;Dann wern´se bald krepieren,&lt;br /&gt;Und wer noch nicht krepiert ist,&lt;br /&gt;der war kein gut Soldat."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soldat, Soldat, erkennst du mich?&lt;br /&gt;Lüfte deinen Helm und sprich&lt;br /&gt;dein Dankgebet für mich,&lt;br /&gt;der dich zur Fahne rief!&lt;br /&gt;Hast dein Leben noch - &lt;br /&gt;Freue dich!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3294899003325212817?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3294899003325212817/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/nach-der-schlacht-wie-ein-feiertag-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3294899003325212817'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3294899003325212817'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/nach-der-schlacht-wie-ein-feiertag-der.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQ1U1xKCI/AAAAAAAAAXI/KXYF_RV2CKM/s72-c/d6.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-8857451946012167230</id><published>2010-02-05T10:57:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:10:23.160-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Flunder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQkDvF7DI/AAAAAAAAAXA/Nz-sjVy27jc/s1600-h/d5.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 293px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQkDvF7DI/AAAAAAAAAXA/Nz-sjVy27jc/s400/d5.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436214805621238834" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Flunder gibt ihre Parolen aus,&lt;br /&gt;mannshoch wäre gern ihr Blick,&lt;br /&gt;und vielleicht, mit etwas Glück,&lt;br /&gt;gelangt sie noch ins Hohe Haus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-8857451946012167230?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/8857451946012167230/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/die-flunder-die-flunder-gibt-ihre.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8857451946012167230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8857451946012167230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/die-flunder-die-flunder-gibt-ihre.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQkDvF7DI/AAAAAAAAAXA/Nz-sjVy27jc/s72-c/d5.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-530127468346817191</id><published>2010-02-04T04:30:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:09:09.668-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wäre&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQRVrKqCI/AAAAAAAAAW4/ajUAl4fnvmM/s1600-h/d4.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 289px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQRVrKqCI/AAAAAAAAAW4/ajUAl4fnvmM/s400/d4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436214484019095586" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wär gern der Höcker auf&lt;br /&gt;einem Dromedar&lt;br /&gt;das Horn von Afrika in&lt;br /&gt;meiner Hand&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wär gern der Duft von&lt;br /&gt;deinem Haar&lt;br /&gt;den ein Geheimnis an&lt;br /&gt;die Rose band&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wär im tiefsten Ozean&lt;br /&gt;der größte Hai&lt;br /&gt;der durchs Dunkel&lt;br /&gt;denkend schwebte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wär ich ein Mensch&lt;br /&gt;mit grauer Seele&lt;br /&gt;ich raubte mir Verstand oder&lt;br /&gt;das Herz in allen Dingen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-530127468346817191?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/530127468346817191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/was-ware-war-gern-der-hocker-auf-einem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/530127468346817191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/530127468346817191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/was-ware-war-gern-der-hocker-auf-einem.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FQRVrKqCI/AAAAAAAAAW4/ajUAl4fnvmM/s72-c/d4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4565947144858225587</id><published>2010-02-03T02:31:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:07:50.434-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachts auf der Straße&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FP6i3EubI/AAAAAAAAAWw/93xcFWw_t9Y/s1600-h/d3.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 291px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FP6i3EubI/AAAAAAAAAWw/93xcFWw_t9Y/s400/d3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436214092421708210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder ist die Straße&lt;br /&gt;von Lichtern gesäumt&lt;br /&gt;Reifen quietschen mit jungen&lt;br /&gt;Mädchen um die Wette&lt;br /&gt;Rolläden kartätschen jeden nieder&lt;br /&gt;der schreit.&lt;br /&gt;Ich mache das Fenster auf&lt;br /&gt;möchte lachen, laut rufen&lt;br /&gt;aufs Geratewohl hinaus&lt;br /&gt;Feigheit wie Klebeband schließt&lt;br /&gt;jeden Mund&lt;br /&gt;die Reifen rollen&lt;br /&gt;die Mädchen trollen&lt;br /&gt;sich in and´re Ecken&lt;br /&gt;der Flecken Erde hat wieder Ruh&lt;br /&gt;Schade drum&lt;br /&gt;Ich mache mein Fenster zu.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4565947144858225587?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4565947144858225587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/nachts-auf-der-strae-wieder-ist-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4565947144858225587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4565947144858225587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/nachts-auf-der-strae-wieder-ist-die.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FP6i3EubI/AAAAAAAAAWw/93xcFWw_t9Y/s72-c/d3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-710616367816279821</id><published>2010-02-02T09:26:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:06:02.560-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Poe´s Pendel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPguYXWWI/AAAAAAAAAWo/aRKN37sGbdk/s1600-h/d2.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 293px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPguYXWWI/AAAAAAAAAWo/aRKN37sGbdk/s400/d2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436213648837532002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Poe´s Pendel&lt;br /&gt;zerschneidet die Stille,&lt;br /&gt;das atemlose Herz&lt;br /&gt;zuckt unter der Diele;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;die schwarze Katze&lt;br /&gt;verbeißt sich in William&lt;br /&gt;auf dem Schloß am Meer&lt;br /&gt;seh ich Dich noch vor mir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klassenfahrt nach Cornwall&lt;br /&gt;Tintagels Mauerreste dräuen,&lt;br /&gt;Artus zieht nach Amerika&lt;br /&gt;und stirbt im Delirium -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;doch der Rabe sagt: never more.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-710616367816279821?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/710616367816279821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/poes-pendel-poes-pendel-zerschneidet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/710616367816279821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/710616367816279821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/poes-pendel-poes-pendel-zerschneidet.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPguYXWWI/AAAAAAAAAWo/aRKN37sGbdk/s72-c/d2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-758576739386216684</id><published>2010-02-01T04:26:00.000-08:00</published><updated>2010-02-09T04:04:29.356-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Dirk Kudla&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daheim&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPDAmCpkI/AAAAAAAAAWg/punvYNFszOs/s1600-h/d1.jpg"&gt;&lt;img style="left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 293px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPDAmCpkI/AAAAAAAAAWg/punvYNFszOs/s400/d1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436213138330658370" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lang war ich in der Fremde&lt;br /&gt;Heut´ hört´ ich wieder den Glockenklang&lt;br /&gt;Als würde Gott selber rufen&lt;br /&gt;Und alle kämen an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich saß sehr früh im Seitenschiff&lt;br /&gt;Erdrückt von Glas und Stein&lt;br /&gt;Als ich in der Bibel las -&lt;br /&gt;Bald schauderte mich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich floh, bevor der Pfaffe kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Wald hinaus zog´s mich&lt;br /&gt;Ich hockte an lichter Stell´ im Gras&lt;br /&gt;Drunten stand die Kirche&lt;br /&gt;In gothischer Pracht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch der wahre Dom&lt;br /&gt;Der Hoffnung gibt&lt;br /&gt;Und keine Grenzen kennt&lt;br /&gt;Spannte über mir sein Dach.&lt;br /&gt;Da war ich zuhaus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-758576739386216684?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/758576739386216684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-daheim-lang.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/758576739386216684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/758576739386216684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/02/gastbeitrag-von-dirk-kudla-daheim-lang.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_Yef1eVr3ZNU/S3FPDAmCpkI/AAAAAAAAAWg/punvYNFszOs/s72-c/d1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-8303801566073856905</id><published>2010-01-08T11:03:00.000-08:00</published><updated>2010-01-08T11:08:12.390-08:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Wir verstehn uns? - komm nicht näher!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich hatte heute morgen die Idee, ob wir es nicht doch mal mit dem Zusammenleben versuchen könnten, was meinst du?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1988&lt;br /&gt;Er hatte mich im Tanzkurs aufgefordert. Er gefiel mir nicht, und ich ließ es ihn mehr als deutlich spüren. Ich hoffte immer, dass andere "schneller" waren als er, und Abschlussball machte ich auch nicht mit ihm. Trotzdem kam er auch danach noch und schrieb mir schließlich, dass seine Gefühle über Freundschaft hinausgingen. Ich tobte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich kapier nicht, wie du JETZT auf diese Idee kommst! Du bringst mich damit massiv in die Klemme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1992&lt;br /&gt;Ich war in der 11. neu in ihre Klasse gekommen. Sie hatte mich, die Außenseiterin, wie selbstverständlich in ihre Clique integriert, das kannte ich vorher nicht. Auf der Abschlussfahrt in Italien waren wir ständig zusammen, wir lachten, genossen das Dolce Vita, wie aufregend. Ich verliebte mich in den Abiwirren und näherte mich zaghaft. Sie tobte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich habe mich in den letzten Jahren weiterentwickelt, auch im Hinblick auf Beziehung und Sexualität. Ich möchte meinen Schwierigkeiten nicht davonlaufen und bin bereit zu lernen und es zumindest zu versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1994&lt;br /&gt;Er hatte sich meinen Geburtstag gemerkt, das fand ich süß. Ich arbeitete deshalb mit beim Unikino und fühlte mich wohl in seiner Gegenwart. Er war bereits verheiratet, daher fühlte ich mich sicher. Irgendwann landeten er, ich und noch zwei Freunde nach einer Fete in meiner kleinen Studentenbude. Die beiden schliefen, während wir uns küssten. Ich floh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich kann nicht, du bist und bleibst ein wertvoller Mensch für mich. Aber vermutlich ist es besser man bleibt befreundet, als nach der langen Zeit eine Beziehung zu versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2001&lt;br /&gt;Sie hatte sich gerade von ihrer Freundin getrennt. Ich lernte sie im Café kennen. Sie war einige Jahre jünger, aber viel aktiver und erfahrener als ich. Sie schrieb mir fast täglich kleine SMS-Botschaften, wollte sich mit mir treffen, wartete auf mich. Wir bummelten zusammen durch die Stadt, gingen ins Kino oder tanzen. Als wir uns küssten, sagte ich Ja. Sie floh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Es wäre sicher für uns beide eine echte Chance gewesen, und ich bin eben erst jetzt bereit, mich darauf einzulassen, wie immer ein bisschen langsam und für dich offensichtlich zu spät, schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2009&lt;br /&gt;Wir kannten uns 7 Jahre. Er hatte in dieser Zeit 13 Beziehungen zu Frauen aufgebaut und wieder abgebrochen. Zwischendurch hatte er es immer mal wieder bei mir versucht. Ich war bereit es zu versuchen. Er tobte, er floh. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich glaube es ist besser, wenn wir einfach Freunde bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlagartig erkenne ich das alte Muster. Ich will es nicht mehr durchspielen. Ich will diesem Fluch entkommen, der mir die Schuld gibt, wenn ich liebe und wenn ich nicht liebe. Der mich immer wieder Leute kennenlernen lässt, die Nähe fordern und Distanz brauchen und mich damit in die Zwickmühle meiner Kindheit zurückversetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Die Wahrheit ist, ich würde gerne mit dir zusammenleben, deine Haut zärtlich streicheln und dir ein echter Partner sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spielchen habe ich lange genug gespielt. &lt;br /&gt;Zeit für Klarheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Ich möchte nicht mehr allein die Verantwortung für die Beziehung übernehmen, nicht mehr für alles und jeden Verständnis haben und immer auf Abruf bereitstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entscheidungen lange genug aufgeschoben.&lt;br /&gt;Zeit für Neues.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Komm, lass uns später nochmal darüber reden, ich brauch einfach mehr Zeit. Ich muss jetzt los, ich ruf dich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich tobe, ich fliehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2013&lt;br /&gt;Wir kennen uns jetzt 4 Jahre, seit 3 Jahren leben wir zusammen. Zu unserer Familie gehören noch die beiden Kleinen und das 3. ist unterwegs. Wir haben uns eine gemeinsame Zukunft aufgebaut, jeder Tag ist ist ein besonderes Geschenk. Wie wir es schafften, aufeinander zuzugehen, zu vertrauen, ist mir immer noch ein kleines Rätsel. Wir lächelten, alles war klar, so einfach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-8303801566073856905?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/8303801566073856905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/01/wir-verstehn-uns-komm-nicht-naher-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8303801566073856905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8303801566073856905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2010/01/wir-verstehn-uns-komm-nicht-naher-ich.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-8646634794554113555</id><published>2009-10-21T02:18:00.000-07:00</published><updated>2009-10-21T03:48:46.646-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>"Die Techniker Krankenkasse ist ein einziger Scheißhaufen, verflucht nochmal", wütend stürmte die Kundin aus dem Beratungszimmer des Hauptgebäudes in Hamburg, schüttelte ungeduldig den Kopf, warf draußen noch einen letzten Blick auf die in der Sonne glitzernden Glasfassaden und ging Richtung S-Bahn. Gab es in diesem Unternehmen eigentlich auch nur einen einzigen Menschen, der vor der Beratung sein Gehirn einschaltete und flexibel genug war, ihre Angaben adäquat zu verarbeiten und daraus logische Schlüsse zu ziehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus einem Schreiben der Techniker Krankenkasse: &lt;br /&gt;(...) Sie haben sich selbstständig gemacht. Für Ihre neue berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute. Wie telefonisch besprochen, sind mit Ihrer selbstständigen Tätigkeit Änderungen in der Kranken- und Pflegeversicherung verbunden. Bitte lassen Sie uns noch den beigefügten Antrag ausgefüllt und unterschrieben zukommen. Ihre Beiträge berechnen sich zunächst anhand Ihrer geschätzten Einnahmen, mindestens jedoch aus 1.890,00 Euro, maximal aus 3.675,00 Euro. (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12.12.2008&lt;br /&gt;Unterstützung Eltern ca. 800.-/Monat&lt;br /&gt;bisheriger Krankenkassenbeitrag 143,64.-/Monat&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Auszubildende konnte sich ein Lachen nur mühsam verkneifen, doch mit einem Blick auf ihren Ausbilder wusste sie, dass Lachen jetzt keine gute Idee wäre. "Was soll ich denn sonst machen, Vorschriften müssen eingehalten werden und gelten nunmal uneingeschränkt für jeden. Und wenn sie eine GmbH hat, gemeinnützig hin oder her, dann muss sie eben über 300 Euro im Monat zahlen. "Na ja, aber wenn sie tatsächlich nur maximal 850 Euro hat? Das find ich ziemlich happig" "Tja, aber ich kann nichts tun!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der Satzung der gemeinnützigen GmbH:&lt;br /&gt;(...) Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Gesellschaft dürfen nur für die vertragsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Gesellschafter dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft erhalten. (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Kann mir mal jemand sagen, wer hier seinen Hund mitgebracht hat? Der Köter hat unter meinen Schreibtisch gekackt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19.4.2009&lt;br /&gt;Minijob 400.-/Monat&lt;br /&gt;Unterstützung Eltern ca. 350-400.-/Monat&lt;br /&gt;Pacht für Weideland 50.-/Monat&lt;br /&gt;gesamt: 800-850.-/Monat&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich finde das wirklich nicht lustig, man muss doch nicht direkt neben das Klo scheißen, ist ja eklig."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus einem Brief an eine gute Freundin&lt;br /&gt;(...) Ich löse die gemeinnützige GmbH auf. Es hat keinen Sinn mehr, sich noch länger etwas vorzumachen, ich habe nur Kosten und Ärger, aufgrund der Gemeinnützigkeit von vorneherein keine Gewinne und meine Krankenkasse will jetzt 300.-/Monat und das ist mir jetzt zuviel. (...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jetzt finde ich doch diese dumme Akte nicht mehr, das Fach im Archiv ist offensichtlich von irgendjemandem als Klo benutzt worden."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11.6.2009&lt;br /&gt;Krankenkassenbeitrag ab 7/09 311,85.-/Monat&lt;br /&gt;bei annähernd gleicher Einkommenslage ist das eine Beitragssteigerung innerhalb eines halben Jahres von gut 100%&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lage spitzte sich zu: Fäkalien waren im ganzen Hauptgebäude aufgetaucht, Regale, Schubladen, Kisten und Schränke hatten sich mit stinkenden Scheißhaufen gefüllt, auf den Gängen und Treppen musste man ständig aufpassen wohin man trat. Später waren Zugänge zu Fahrstühlen, die Kantine, ganze Bürobereiche total versperrt, ein Durchkommen nur eine Zeitlang noch mit Mistgabeln und Schaufeln möglich, die Hausmeister, Putzkolonnen, zusätzlich eingestellte Arbeitskräfte und schließlich sogar die öffentliche Müllabfuhr rund um die Uhr im Einsatz. Doch der Scheiß drang weiter vor, ließ sich nicht stoppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitarbeiter kündigten scharenweise, ließen sich in andere Filialen versetzen oder von der Konkurrenz abwerben. Ein normales Arbeiten war unter derartigen Bedingungen unmöglich. Der Vorstand wandte sich an die Bundesregierung und bat um Hilfe, doch auch dort hatte man keine Ahnung, wie der Lage Herr zu werden sei. Die Touristeninfo hatte ihre Chance genutzt und fuhr mit der Stadtrundfahrt am Hauptquartier vorbei, das zunehmend im braunen Berg versank und nur noch hier und da Teile der einst glitzernden Glasfassaden erkennen ließ, aus allen Teilen der Welt kamen Schaulustige, staunten und lachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor versammelter Presse erklärte schließlich der Vorstand:&lt;br /&gt;"Die Techniker Krankenkasse ist ein einziger Scheißhaufen, wir geben auf"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-8646634794554113555?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/8646634794554113555/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/10/die-techniker-krankenkasse-ist-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8646634794554113555'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8646634794554113555'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/10/die-techniker-krankenkasse-ist-ein.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-2901047104568692588</id><published>2009-09-07T01:51:00.000-07:00</published><updated>2009-09-07T01:57:01.083-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grauer Fels&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei einem Spaziergang fällt dir ein Stein&lt;br /&gt;ganz besonders auf - ein kleiner Kieselstein.&lt;br /&gt;Heb ihn auf und bewahre ihn gut.&lt;br /&gt;Kalt und düster ist er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denk an den grauen Alltag und wie sich&lt;br /&gt;der Himmel vor einem Gewitter verdunkelt.&lt;br /&gt;Die Gedanken verdüstern sich.&lt;br /&gt;Denk an deine Probleme. Sie umgeben dich wie eine Mauer.&lt;br /&gt;Die Welt ist grau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und doch ist der Kieselstein nichts&lt;br /&gt;Bedrohliches. Halte dich an ihm fest.&lt;br /&gt;Wäre er größer, könnte er den Fels in &lt;br /&gt;der Brandung darstellen. Den letzten&lt;br /&gt;Halt und damit deine Rettung. Denk nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nun geh weiter mit deinem&lt;br /&gt;kostbaren Schatz -&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;dem kleinen Kieselstein.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-2901047104568692588?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/2901047104568692588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/09/gastbeitrag-von-ulla-wocker-grauer-fels.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/2901047104568692588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/2901047104568692588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/09/gastbeitrag-von-ulla-wocker-grauer-fels.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-913608655160384595</id><published>2009-09-01T01:54:00.000-07:00</published><updated>2009-09-01T02:00:05.801-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanzlektion &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanze mit Leidenschaft. Fühle &lt;br /&gt;den Rhythmus der Musik. Lass &lt;br /&gt;ihn Platz in dir finden und spüre, &lt;br /&gt;wie er dich trägt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanze mit Leidenschaft. &lt;br /&gt;Die Schritte, die du machst, müssen &lt;br /&gt;präzise gesetzt sein. Halte dich an &lt;br /&gt;die Taktvorgabe der Musik und versuche &lt;br /&gt;deinen Rhythmus danach zu richten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanze mit Leidenschaft. &lt;br /&gt;Achte auf die Dynamik. Die Dynamik mit &lt;br /&gt;deinem Partner, die Dynamik mit der &lt;br /&gt;Musik. Ihr müsst miteinander harmonieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tanze mit Leidenschaft. &lt;br /&gt;Lass deine Gedanken fliegen und zeige &lt;br /&gt;dein innerstes Ich. Sei du selbst. &lt;br /&gt;Träume. Werde frei - nur für diesen Tanz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun &lt;br /&gt;Tanze mit Leidenschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-913608655160384595?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/913608655160384595/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/09/gastbeitrag-von-ulla-wocker-tanzlektion.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/913608655160384595'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/913608655160384595'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/09/gastbeitrag-von-ulla-wocker-tanzlektion.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3506929553698922442</id><published>2009-08-30T01:03:00.000-07:00</published><updated>2009-08-30T01:11:06.199-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;oder&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;Hab kein Bock&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Will ich jetzt vielleicht mal anfangen mit dem Text?&lt;br /&gt;Ja, vielleicht.&lt;br /&gt;Wenn ich Lust hab, wenn mir vielleicht was einfällt.&lt;br /&gt;Wenn ich mich ablenken will, oder will ich das gar nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will ich vielleicht den ganzen Tag über eine falsche Aufgabe &lt;br /&gt;in der Matheklausur nachdenken?&lt;br /&gt;Vielleicht.&lt;br /&gt;Vielleicht kindisch sowas, ich weiß nicht,&lt;br /&gt;aber es geht mir nicht aus dem Kopf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht fang ich auch später mit dem Text an,&lt;br /&gt;vielleicht heute, vielleicht morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hab ich das hier überhaupt nötig?&lt;br /&gt;Vielleicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht - was für ein Wort.&lt;br /&gt;Warum sagt denn niemand&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;klipp und klar&lt;br /&gt;ja oder nein?&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Kann sich denn keiner mehr&lt;br /&gt;entscheiden?&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich hab mich entschieden.&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;Für diesen Text,&lt;br /&gt;den ich jetzt doch geschrieben habe.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3506929553698922442?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3506929553698922442/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/vielleicht-oder-hab-kein-bock-will-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3506929553698922442'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3506929553698922442'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/vielleicht-oder-hab-kein-bock-will-ich.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-8834306447758565080</id><published>2009-08-10T00:43:00.000-07:00</published><updated>2009-08-10T00:52:56.990-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten ihn beide zu leisten - damals - diesen Schwur. Er hatte seinen Teil schon getan. Er hatte den Schwur schon unterzeichnet, vielleicht etwas halbherzig, aber ohne größere Probleme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun war ich an der Reihe. Den Füller in der Hand haltend, stand ich über diesen Zettel gebeugt. Es trieb mir den Schweiß auf die Stirne. Zweifel überkamen mich. Ich hatte ihn schon gesprochen, ich musste ihn doch nur noch unterzeichnen. Warum tat ich mich nur so schwer?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir geisterten die unterschiedlichsten Bilder im Kopf herum. Ich erkannte, dass ich wusste, warum es mir so schwerfiel. Dass diese Unterschrift alles besiegelte und mich verpflichtete, mich daran zu binden, was ich unterschrieben hatte, konnte und durfte ich mir damals nicht eingestehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Füller rutschte zwischen meinen Fingern hin und her, ich war schweißgebadet. Ich schaute noch einmal zu ihm. Er, der es so leicht nahm. Die Spannung wuchs. Ich wusste, dass alles auf mich wartete. Ich konnte dem ganzen ein Ende bereiten, wenn ich nur unterschrieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Ohne zu wissen, dass wirklich ich das war, der da unterschrieben hatte, war die ganze Spannung gelöst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schwur war endgültig besiegelt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-8834306447758565080?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/8834306447758565080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/gastbeitrag-von-ulla-wocker-wir-hatten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8834306447758565080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8834306447758565080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/gastbeitrag-von-ulla-wocker-wir-hatten.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-3018719974383320877</id><published>2009-08-07T03:34:00.000-07:00</published><updated>2009-08-07T03:41:54.690-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war einmal ein Krug. Der hieß Peter. Jeden Tag lief er zum Brunnen, um Wasser für die Familie, in der er lebte, zu holen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter gehörte zu dem zuverlässigen Geschirr. Er war nicht wie der Teller Fritz, der auf dem Tisch immer hin- und herrutschte und seinen Benutzer damit ärgerte. Nein, Peter war anders. Eines Tages jedoch entdeckte Peter den Fluss, der hinter dem Haus entlangfloss. Er sprang hinein, bevor er zum Brunnen ging. Doch eines Tages passierte es. Er plantschte und sprang plötzlich auf einen Stein. Es tat sehr weh, und Peter sah, dass er ein großes Loch an der Seite hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weinend rannte er, die Scherbe in der Hand haltend, zu seiner Familie. Diese war sehr traurig, als sie ihn sah und widmete ihm deshalb den Satz:&lt;br /&gt;&lt;div align=center&gt;&lt;br /&gt;"Er ging so lange zum Brunnen bis er brach"&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Sie klebten ihm die Scherbe wieder an so gut es ging und seitdem hat er seinen persönlichen Ehrenplatz. Peter ist nun sehr glücklich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-3018719974383320877?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/3018719974383320877/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/gastbeitrag-von-ulla-wocker-es-war.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3018719974383320877'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/3018719974383320877'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/08/gastbeitrag-von-ulla-wocker-es-war.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-5211852233447951335</id><published>2009-07-31T01:41:00.000-07:00</published><updated>2009-07-31T02:01:38.587-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, heute sollte sie also kommen, diese Silvia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin im Kindergarten im Moment die Älteste. Meine Freunde sind dieses Jahr in die Schule gekommen. Natürlich freue ich mich auf Silvia. Sie ist 5, wie ich, und wir werden bestimmt gute Freunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute werde ich mit dem Handbohrer Kastanien bearbeiten, denn wir wollen Männchen basteln. Ich bin die einzige, die diese Aufgabe übernehmen darf, da die anderen noch zu jung sind und außerdem nur ein Bohrer da ist. Das macht Riesenspaß und außerdem bin ich richtig wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich steht Silvia mit unserer Kindergärtnerin, die ja lustigerweise auch Silvia heißt, vor mir. Über meiner Arbeit habe ich sie total vergessen. `Na ja, dünn und blond ist sie also´, denke ich mir. Die "große Silvia" sagt: "Sie kann auch mit dir Kastanien bohren." Na ja, also gebe ich ihr wohl oder übel den Bohrer. Ich bin aber so richtig wütend auf sie. `Fängt ja toll an!´, denke ich mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da grinst sie mich an und ich glaube, wir werden vielleicht doch noch gute Freunde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-5211852233447951335?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/5211852233447951335/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gastbeitrag-von-ulla-wocker-so-heute.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5211852233447951335'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/5211852233447951335'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gastbeitrag-von-ulla-wocker-so-heute.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-6190682579517619312</id><published>2009-07-24T00:43:00.000-07:00</published><updated>2009-07-24T00:48:57.133-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gastbeitrag von Ulla Wocker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fliegen&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich liege in einer wunderschönen Wiese.&lt;br /&gt;Wir - mein Hund und ich - sind sehr oft hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich höre ihn herumtollen doch ich, ich betrachte den Himmel und träume. Der Duft von Freiheit kommt mir in die Nase. Tief und genussvoll atme ich ihn ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, dort oben, ich fliege mit den Vögeln und schwinge mich durch die Lüfte - herrlich. Der blaue Himmel umarmt mich. Die Wolken sind weich. Sie laden mich ein. Ich lege mich hinein, um ein wenig auszuruhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich - etwas Nasses. Ich schrecke hoch. Mein Hund hat mir die Nase geleckt. Er will weiter. Ich muss noch einmal an den Traum denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich war für kurze Zeit glücklich&lt;br /&gt;und frei.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-6190682579517619312?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/6190682579517619312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gastbeitrag-von-ulla-wocker-fliegen-ich.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6190682579517619312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/6190682579517619312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gastbeitrag-von-ulla-wocker-fliegen-ich.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4286785105315576277</id><published>2009-07-17T02:30:00.000-07:00</published><updated>2009-07-17T02:37:27.984-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Tuuli laulu taru, was für ein geheimnisvoller Klang in den Worten, welch aufregende Verheißung bargen sie in sich, wie gut ließ sich mit ihnen träumen. Träumen vom Aufbruch, vom Aufbruch in die Ferne, vom Aufbruch ins Abenteuer, in die Ferne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Odysseus saß am Fenster, blickte hinaus auf die Straßen - menschenleer, kaum etwas zu sehen, um diese frühe Morgenstunde. Hin und wieder huschte vielleicht mal eine etwas zwielichtige Gestalt vorbei, die - wie er - nicht mehr schlafen konnte, oder noch gar nicht geschlafen hatte. Warum schlief er nicht wie sonst auch, seinen ruhigen, tiefen, erquickenden Schlaf? Was war so beunruhigend, was quälte ihn?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war nach Hause gekommen, in die Heimat, überglücklich hatte er Vater und Mutter, die jüngeren Geschwister in die Arme geschlossen und sich gefreut, daheim, endlich, nach so langer Zeit also daheim. Die ersten Tage war er mit offenen Augen durch die Straßen der Stadt gezogen, gierig hatte er alles Neue, alles doch irgendwie so wohlvertraute in sich aufgesogen und den Frieden, die Ruhe, die Eintönigkeit genossen. Es war erholsam nach den aufregenden Zeiten auf dem Meer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tuuli, klang das nicht wie der leise Ruf des Windes in den Segeln bei guter Fahrt? Wenn man vorankam und das Schiff wie von selbst über das Wasser glitt? Tuuli, tuuli, kleiner verführerischer Ruf, lockend, bittend, ein leiser Ruf, vertraut, in ihm lag soviel Sehnsucht, soviel Hoffnung und Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War er denn hier unfrei? Fühlte er sich etwa gefangen? Bestimmt nicht, er konnte tun und lassen was er wollte, er war ein Held, im Triumph von der ganzen Stadt empfangen, er genoss alle nur denkbaren Freiheiten. Auch seine Familie vereinnahmte ihn nicht - wie er manchmal befürchtet hatte, er konnte kommen und gehen wann und wohin er wollte. Aber die Stadt war klein, so erschreckend klein angesichts der Weiten, die er erlebt hatte: Weite des Meeres, unendlicher Himmel, freier Blick bis zum Horizont in alle Richtungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wendet sich ab vom Fenster, blickt in dem kleinen Raum umher, nachdenklich. Hier ist er aufgewachsen, er ist ein Stück Heimat - sein Zimmer im Hause seiner Eltern - er war vor ihm schon da und wird immer für ihn da sein, bereit, ihm Asyl zu gewähren. Und doch, er muss raus hier, wie bedrückend dieses Eingesperrtsein auf engstem Raum. Das hat nichts mit der Größe eines Zimmers zu tun, es könnte ein Ballsaal, eine Markthalle sein und er würde sich trotzdem unbehaglich fühlen - man sieht überall Wände, Begrenzung, die einengt, nicht wie die Linie des Horizontes, die das Versprechen in sich trägt, nie näherzukommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rasch zieht er sich an, wirft sich einen Umhang über und verlässt fluchtartig das Haus. In den Straßen fühlt er sich freier, schnellen Schrittes durcheilt er sie. Wohin? Wohin lockt ihn die Nacht? Die Nacht in ihrer kühlen Stille, weich einhüllend?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laulu, der Gesang der Nacht, der Gesang des Meeres, ein Lauschen, ein Rauschen, einlullend, schlummern in diesem Singsang der Wellen. Leises Plätschern der Wellen am Bug des Schiffes, dahintreiben, ohne Ziel, entgegentreibend, was die Götter für einen vorherbestimmt haben, was sie für richtig halten. Und doch, gerade am Ende seiner langen Reise diese grenzenlose Einsamkeit, verlassen von allen Göttern, niemand, der ihn führt, auf den man vertrauen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er denkt ungerne an diese Augenblicke tiefster Verzweiflung zurück wo er erbittert auf den Knien vor ihnen lag und wusste, sie würden nicht antworten, nicht ihm, der ausgezogen war sie herauszufordern, der beweisen wollte, welche Kraft und Energie in diesen kleinen schwachen Menschenkreaturen stecken kann, der sich befreien wollte von der Herrschaft und Willkür der launischen Götter, die gnädig gestimmt sein wollten und ergebenen Dienst von einem forderten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich will nicht dienen", er schreit es durch die Gassen, zitternd im Innern, ob ihn nun der Blitz des allgewaltigen und zu leicht nur reizbaren Zeus treffen würde, aber nichts geschieht, nicht einmal die Bäume verstärken ihr leises Rauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taru, alles nur eine Sage vielleicht? Die zahlreichen Geschichten und Erzählungen der Alten, die von Generation zu Generation weitervererbt werden? Ihn zittert bei diesem frevlerischen Gedanken. Tand, Tarnung, Ruhe, Beruhigung. Taru, dunkel, geheimnisvoll, versteckend, was nicht ans Licht will, was im Dämmer des Tages, der Nacht ausgebrütet wird und lebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber er hatte sie gesehen, die Götter, sie hatten leibhaftig vor ihm gestanden, er wusste - oder meinte zu wissen - dass es sie gab, dass ihn seine Augen nicht getrogen haben konnten. Doch wenn es sie auch gab, waren sie Freunde oder Gegner der Menschen? Musste man ihnen dienen oder gegen sie kämpfen? Kämpfen für Selbständigkeit, für Unabhängigkeit, für Freiheit? Hatten sie nicht bestimmt, dass Städte gebaut werden sollen, Tempel und Altäre? Hatten sie nicht angeordnet, dass Menschen sich in Städten zusammenschließen und sesshaft werden? Oh wie er sie hasste dafür und dagegen rebellierte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er ist inzwischen fast am Hafen angelangt, schon kann er das Meer, sein Salz, riechen, schmecken, die Wellen an die Kaimauer klatschen hören, ah, er lebt auf, noch ein paar Schritte, hastig zurückgelegt, und er steht da, vor ihm ausgebreitet das Meer, sein Freund und Begleiter, seine Sehnsucht. Tiefes Aufatmen, kurzes Augenschließen, um diesen Anblick nur noch gieriger in sich aufzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Meer, wie bestürmt es sein Herz, zieht es hinaus in die Weiten, in die Ferne, das Unbekannte. Ja, er wird diese Stadt verlassen, er wird erneut aufbrechen, zu neuen Ufern, unbekannten Stränden. Ankommen ist schön, aber aufbrechen ist Glück, liegt doch darin noch all die Hoffnung, die Sehnsucht, die in einem wachen Menschenherz zu wachsen vermag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tuuli, laulu, taru. Worte, ihm zugeraunt im Heraufdämmern eines neuen Tages, irgendwann, irgendwo, in fremder Zunge, Laute nur und doch voller Ahnung: Wind, Gesang, eine Sage.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4286785105315576277?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4286785105315576277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/tuuli-laulu-taru-was-fur-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4286785105315576277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4286785105315576277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/tuuli-laulu-taru-was-fur-ein.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-8477778788101349591</id><published>2009-07-16T00:49:00.000-07:00</published><updated>2009-07-16T00:53:17.384-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Traurig, ach ja, wie traurig. Am Fenster sitze ich, am Fenster in meinem Zimmer und bin betrübt. Wie konnte ich aber auch annehmen, dass die Zeit unbeschadet über ihn hinweggegangen sein könnte, wie annehmen, es möge noch immer die alte Vertrautheit zwischen uns bestehen, noch immer, wie vor Jahren, als wir uns trennten als Freunde, und er aufbrach zu Abenteuer, Ruhm und Ehre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist passiert? Warum nur ist er so fremd? Kommt es nur mir so vor oder ist tatsächlich ein völlig anderer Mensch nach vielen Jahren nach Athen heimgekehrt? Fremd ist er mir, so entsetzlich fremd. Als wir uns vor ein paar Stunden trafen und ich ihn von weitem schon wiedererkannte, dachte ich einen Moment, die Zeit sei stehengeblieben und wir beide wieder jung und unbedarft - das Leben noch gespannt erwartend. Aber ach, wie schnell verflog diese Illusion und wie schnell musste ich erkennen, wie fremd wir einander geworden waren. Ich glaube, auch er war bestürzt darüber, auch er konnte nicht glauben, dass selbst Freunden wie uns dieses Schicksal nicht erspart bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freunde - gute Freunde, damals dachten wir beide Freunde in alle Ewigkeit - standen sich wie Fremde gegenüber. Wie Fremde erzählten wir uns dies und jenes, wie Fremde lachten wir und scherzten, wie Fremde taten wir so, als sei "alles bestens" und wir glücklich und zufrieden mit der Situation. Wie absurd und beschämend, wie erniedrigend und demütigend, dem besten Freund, dem einzigen, gegenüberzusitzen, so nah und doch so erschreckend weit entfernt. Eine unsichtbare Mauer trennte uns, unsichtbar für jeden Außenstehenden aber kalte, spürbare Realität für uns, die wir versuchten, sie zu durchbrechen, oder wenigstens ein winziges Loch hineinzuschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war unmöglich, er kratzte auf seiner, ich auf meiner Seite, doch die zunehmende Trauer unserer Herzen legte zusätzlich noch eine dicke Eisschicht darüber. Quälend zäh verflossen die Minuten, wir hangelten uns von Augenblick zu Augenblick und obwohl wir genügend Gesprächsstoff hatten und kein peinlich-bedrückendes Schweigen entstand, wussten wir doch beide, dass unser Reden die Freundschaft nicht mehr zu beleben vermochte, im Gegenteil, sie zog sich in immer weitere Fernen der Vergangenheit zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wäre es besser gewesen, nach den ersten 10 Minuten das Treffen einfach abzubrechen, es wäre zumindest aufrichtig gewesen und weniger würdelos. Nach gut 1 1/2 Stunden erschien es uns dann jedoch absolut notwendig zu sein auseinanderzugehen, zu lange schon hatten wir beide uns durch dieses erbärmliche Schauerstück, halb Trauerspiel, halb Komödie, gekämpft und wie Gladiatoren nach einem anstrengenden Kampf waren wir müde, erschöpft, am Ende unserer Kräfte. Kaum hatte ich noch die Kraft, ihm "Lebwohl" zu sagen, zu schwer wog das Gewicht der dunklen Gegenwart, die mir die Erinnerung an vergangene Zeiten in noch hellerem, strahlenderem Licht zeigte. Wie ein Blitz zuckte sie vor meinem inneren Auge auf, um dann, nach diesem kurzen Aufflammen, in tiefste Dunkelheit zu sinken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schleppte mich nach Hause, konnte kaum meine Füße vom Boden heben, so bleischwer zog mich hinab, was ich erlebt hatte und immer noch nicht recht fassen konnte. Ich habe ihn verloren, keine Hoffnung mehr, keine Zukunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liegt es an unseren unterschiedlichen Erfahrungen in den letzten Jahren? Dass er Meere befahren und andere Welten gesehen hat, während ich nur immer hier zuhause war und einen geruhsamen und wohl auch recht eintönigen Lebensalltag verbrachte? Was trennt mich von ihm, was ist so unüberwindlich, dass es wie ein See voller Bitterkeit zwischen uns liegt? An gutem Willen mangelt es uns beiden nicht, er selbst wollte mich schließlich sehen, und welch Leuchten glitt über sein Gesicht, als er mich sah? War es vielleicht nur die Sehnsucht nach den unbekümmert-sorglosen Jahren, die wir gemeinsam verbrachten, die nun hinter uns liegen und nie wiederkommen werden? Träumten wir beide davon, mit diesem Treffen, wenn nicht glücklichere, so doch zumindest zweifelsfreiere und damit leichtere Zeiten heraufzubeschwören?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun jedenfalls sind wir erwacht und blicken noch unausgeschlafen und in der ungemütlichen kalten Morgendämmerung fröstelnd auf die nackte Realität, der einhüllende Schleier des Traumes ist weggerissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe einen Freund verloren - unwiderbringlich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-8477778788101349591?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/8477778788101349591/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/traurig-ach-ja-wie-traurig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8477778788101349591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/8477778788101349591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/traurig-ach-ja-wie-traurig.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-117551787108041307</id><published>2009-07-15T01:57:00.000-07:00</published><updated>2009-07-15T02:08:19.702-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>"Büße, Tochter der götterverlassenen Nacht, büße!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Straßen lief sie, es war weit nach Mitternacht, eine samtig weiche Sommernacht, eine Nacht für verliebte Paare, für Nachtschwärmer, eine Nacht zum Träumen, zum Glücklichsein. In ihr jedoch tobten sämtliche Höllenfeuer, und der Chor der tausend und abertausend Stimmen schrie und heulte auf sie ein. Empört hatte ihn ihr unmögliches Benehmen und außer sich vor Wut und Hass bestürmte er die arme Sünderin mit seinem Anklagegesang von dem durchdringender als alles andere ihr ein beständiges "büße, büße!" in den Ohren gellte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte schon Schuhe und Strümpfe ausgezogen und bemühte sich, nicht den kleinen spitzen Steinen auszuweichen, denn sie wollte büßen, aufrichtig ihr Tun sühnen und damit - so hoffte sie wenigstens - ein bisschen Ruhe finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas tief in ihr jedoch rebellierte gegen diese himmelschreiende Ungerechtigkeit, etwas in ihr war nicht demütig und fromm und bußbereit, sondern ganz im Gegenteil voller Zorn und Auflehnung, voller Hass fast und schrecklich erbittert über das eigene Verdammtsein zur Ohnmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Odysseus, ha!" voller Hohn klang ihr kurzes Auflachen "wer bist du, dass du meinst, du könntest mir was vorspielen, ausgerechnet mir, der du früher immer dein Herz ausgeschüttet hast, zu der du Sorgen und Kummer gebracht, bei der du dich ausgeweint hast. Was ist passiert, dass du nun also auch vor mir den großen Helden mimst, den Frauenliebling, den Starken, den Kämpfer, den Siegreichen? Bist du wirklich so darauf angewiesen, von jedem nur noch Ehrfurcht und Bewunderung widergespiegelt zu bekommen?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie dachte an den Abend zurück, wie sehr hatte sie sich gefreut, ihn nach all den Jahren wiederzusehen. Ein paar Wochen war er nun schon in der Heimat, Tage, an denen sie voller Ungeduld darauf gewartet hatte, dass er endlich auch zu ihr kommen würde, an denen sie zuversichtlich war, dass er ihre zahlreichen kleinen Briefe und Aufmerksamkeiten nicht unbeantwortet lassen würde, Tage aber auch, an denen sie teilweise hoffnungslos und in tiefster Resignation am Fenster saß und wusste, er würde nicht kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon einmal hatte sie all ihren Mut zusammengenommen und war in die Nähe seines Hauses geschlichen, aber dann hatten sie doch Zweifel übermannt, und eilig und beschämt war sie umgekehrt. Das Schlimmste für sie wäre es, lästig zu sein, ungelegen zu kommen, zu stören. Heute jedoch, heute war der Drang in ihr, ihn wiederzusehen so stark gewesen, dass sie blindlings zu ihm hinmarschiert war, ohne an mögliche Folgen zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie kannte ihn seit ihrer Kindheit, sie waren zusammen aufgewachsen, hatten die gleichen Spiele gespielt, die gleichen Streiche ausgeheckt. Hatten sie nicht gemeinsam unter den Heckenrosen gesessen und von der großen weiten Welt geträumt, von den Meeren und Stürmen, von Drachen und Zyklopen, von gefährlichen Abenteuern und der siegreichen Heimkehr als Held? Ja, für ihn war dies alles Wirklichkeit geworden, er war siegreich heimgekehrt - von großen Abenteuern - als "Held".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Stürmen und brausenden Wogen musste ihm jedoch die Freundschaft verlorengegangen sein, wie sonst ließ sich erklären, dass er sie so gleichgültig, so nichtachtend, so voller Desinteresse behandelte und ihr - wie allen anderen - nur die glänzende Außenfassade seines Ichs entgegenhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie rannte mehr als dass sie ging, ihr Haar war eine Spur wilder als sonst und wer sie nicht kannte, hätte meinen können, sie werde vom Teufel höchstpersönlich verfolgt, so weitaufgerissen waren ihre Augen, in denen sich Schmerz und Trauer festgekrallt hatten. Sie war verletzt und zutiefst gekränkt, fühlte sich ausgenutzt, gedemütigt und achtlos weggeworfen, wie ein alter Handschuh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War das noch der Odysseus, den sie zu kennen glaubte? Der sein großes reines Herz freimütig vor ihr ausgebreitet hatte und ohne Scheu auch eigene Schwächen und Fehler eingestehen konnte? War das Odysseus, der ein Lied auf die Freundschaft sang und ihr Treue schwor, weil sie beständiger war als brennende Liebe? Irgendwo in der hintersten Ecke ihrer Erinnerung tauchte jedoch ein Satz auf, den er - heranwachsend - zu ihr gesagt und den sie zu ignorieren versucht, verdrängt hatte: "Zwischen Mann und Frau kann es keine dauerhafte Freundschaft geben, sie wird durch Liebe ersetzt oder zerbricht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte ihn nicht ernstgenommen, hatte ihn abgetan, wie einen Zauberspruch, an den man nicht glaubt, obwohl sie wusste, was für ein Frauenheld er war, seine Eskapaden kannte - hoffnungslos verdorben - und das ständige Kokettieren mit seiner düsteren Lasterhaftigkeit im Grunde genommen hasste. Sie hatte darüber hinweggesehen, hatte die Augen davor verschlossen, weil sie sein Freund sein wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verkannt habe ich dich, oh wie habe ich mich in dir getäuscht, großer Odysseus, pah, von wegen groß, klein bist du, winzigklein und eingeschränkt dein Geist, der vorgibt aufgeklärt und tolerant zu sein. Weißt du, wie hassenswert du bist, wie abgrundtief abscheulich deine Nichtachtung mir gegenüber ist, deine Nachlässigkeit, dein unentschuldbares Verhalten? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du spielst vor mir den großen Liebhaber, erzählst mir, was du dir alles einfallen lässt, um deine aktuelle Flamme zu begeistern, zu verführen, zu erobern. Du steckst voller Einfälle, Ideen, ihr zu gefallen, zu imponieren, sie zu beeindrucken, denkst du dir stets Neues aus, überraschst sie mit den ausgefallensten Geschenken, schreibst ihr Gedichte, arrangierst ein Picnic im Mondschein, deine Gedanken überschlagen sich förmlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich? Verdammt nochmal Odysseus und ich? Behandelt man so eine alte Freundin, die die langen Jahre deiner Abwesenheit stets voll Sorge an dich gedacht hat, die um dich zitterte und bangte, die vor Zeus auf den Knien lag, zahlreiche Lämmer opferte und ihn um eine baldige und glückliche Rückkehr anflehte? Ich hielt dir die Treue, ich wandte mich nicht ab, als man anfing, Schlechtes über dich zu erzählen und Witze über deine Einfalt und Naivität machte. Ich habe dich verteidigt und zu dir gehalten, auch wenn in dieser langen Zeit kein einziger Brief ankam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verraten hast du meine Freundschaft, verraten und hintergangen, da liegt sie, im Staub, krümmt sich vor Schmerz und Enttäuschung, während du ihre Tränen nicht einmal siehst und sie nur immer weiter mit den Füßen trittst. Was bist du für ein Tier, was für eine brutale, ungehobelte Bestie, hassen werde ich dich bis ans Ende meiner Tage, hassen und verachten. Besudelt hast du die Freundschaft, indem du mir zeigtest, was du für ein "Mann" bist - mich ekelt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammengekauert im Staub, vor Erschöpfung halb eingedämmert, gleich würde ein neuer Morgen hereinbrechen - nichts war mehr gut, nie wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-117551787108041307?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/117551787108041307/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/bue-tochter-der-gotterverlassenen-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/117551787108041307'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/117551787108041307'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/bue-tochter-der-gotterverlassenen-nacht.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-4638913687052701024</id><published>2009-07-14T02:16:00.000-07:00</published><updated>2009-07-14T02:20:59.627-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Rückkehr des Odysseus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Ungestüm war er, begierig darauf nach Hause zu kommen, obwohl er nicht wusste, was ihn erwarten würde. Lang war die Reise gewesen, voller Abenteuer, neuer Eindrücke, Erlebnisse, Hindernisse und Schwierigkeiten, genossen hatte er - trotz allem - jede Minute. Die herbe Luft hatte ihn gezaust, herumgewirbelt, hatte ihn an manch seltsamen Ort verschlagen und ihn herausgefordert. Nicht immer muss es gleich ein Sturm sein, der einem die Rückkehr unmöglich macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Polternd war er durchs Hoftor gestürmt, hatte im Laufschritt den kurzen Weg zum Haus genommen, die wenigen Treppenstufen hinauf. Besinnungslos hatt er die Tür aufgerissen, doch jetzt, wo es galt durch den Flur hinein ins Wohnzimmer zu treten, stockte er - mitten in seiner Freude, sein jubelnd klopfendes Herz war mit einem Mal voller Angst und kleinlaut wie ein Hund mit schlechtem Gewissen. Mit welchem Recht drang er hier ein, mit welcher Selbstverständlichkeit verlangte er zurück, was er nie besessen hatte, nie besessen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Vorfreude hatte er vergessen, was damals - vor unendlich langer Zeit - geschehen war, in welcher Verfassung er Haus und Hof verlassen und sich dem Schicksal überantwortet hatte: das Bild von ihr wird er wohl nie vergessen können, wie sie in der Tür stand, hoch aufgerichtet, voller Stolz, die Arme vor der Brust verschränkt und in ihren Augen nur Abweisung, kristallklare Kälte. Voller Verachtung hatte sie ihm nachgeblickt und ihn damit mehr gekränkt und gedemütigt, als harsche Worte, Wut oder Hass es je vermocht hätten. Die wenigen Schritte bis zum Hoftor waren ihm endlos lang erschienen und wie groß war seine Befreiung, als er es mit hartem Ruck ins Schloss warf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschafft, nie wieder - das schwor er sich damals - würde er diesen Ort seiner Schmach betreten, nie in seinem ganzen Leben zurückkommen. Freudig hatte er sich dem Schicksal in die Arme geworfen, freudig um einen schnellen Tod gebetet, freudig das weite offene und gefährliche Meer begrüßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun stand er hier, im dunklen Flur, voller Furcht, was ihn hinter der halb angelehnten Tür erwarten würde, verzagt, unfähig einzutreten, unfähig fast zu atmen. Wo war sein Mut, seine von allen gepriesene Verwegenheit, wo war der tollkühne Odysseus, der Meere und Gefahren überwand, der im Triumph durch die Straßen der Stadt geführt worden war, rechts und links bejubelt von alt und jung, von allen Bewohnern seiner Heimat? Doch was zählte das Volk, die Menge, die zahlreichen Jubler, wenn es galt, ein einziges Herz nur zum Höherschlagen zu bringen, wenn ihm nur die Meinung eines einzigen Menschen wichtig war? Was würde sie sagen, die er so hartnäckig und verzweifelt vergessen wollte? Wegen der er Land und Heimat hinter sich gelassen hatte, um ihrer Macht zu entfliehen, ihrer Macht, um so vieles größer und stärker als Mut, Kraft und Heldentum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da stand er und fühlte sich klein. Mit jeder Minute, die verstrich, ohne dass er einzutreten wagte, wurde er kleiner und hilfloser. Hatte er nicht dem Gesang der Sirenen getrotzt? Er wusste, sie musste nicht singen, um ihren Einfluss zu demonstrieren, ihr Schweigen genügte, ihn zum willigen Sklaven werden zu lassen, der nichts begehrte, als ihr dienen zu dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sehnsucht, sie wiederzusehen - egal wie sie ihn empfangen würde - siegte schließlich. Er trat ein. Sie saß am Fenster, wandte ihm den Rücken zu und las. Wilde unbändige Freude riss ihn mit, ungestüm durchquerte er mit wenigen Schritten den Raum. Sie wendet den Kopf, Erstaunen, Schrecken, Freude, Spott liegen in ihrem Blick, aber auch Scheu, die ihn mitten in der Bewegung innehalten lässt. Die Arme, Hände, Finger, schon halb ausgestreckt, sie zu umarmen, sinken herab, bewegen sich fahrig, unschlüssig in Hüfthöhe, abgehackt, ihrer Natürlichkeit beraubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie mustert ihn jetzt gründlich, mit ungeteilter Aufmerksamkeit und tiefem Ernst, der der Situtation fast weihevolle Züge verleiht. Ihr Blick sucht den seinen, versenkt sich in seine Seele, die wie ein aufgeklapptes Buch vor ihr liegt. Schlagartig wird ihm bewusst, dass allein diese Frau die Abgründigkeit seines unsteten Charakters erwidern kann, dass ihre Zerrissenheit die seine anzieht und gegenseitiges Verstehen sie aneinanderkettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab zahlreiche Frauen in seinem Leben, von einigen hat er sich das große Glück erhofft, doch erst jetzt wird ihm klar, wie unsinnig sein Träumen war. Er hatte geglaubt zu lieben, obwohl er nur Geborgenheit und Frieden in ihren Unschuldsaugen suchte, die ihn - reinen Kindern gleich - ansahen, liebten, aber niemals zu verstehen vermochten. Ihr völliges Anderssein hatte ihn angezogen, sein Staunen herausgefordert, ihn jedoch jedesmal leer und unzufrieden zurückgelassen, wenn er erkannte, dass sie ihm nichts entgegenzusetzen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier saß seine Herausforderung, ihre Unergründlichkeit fesselte ihn, ihr Geheimnis war dem seinen ebenbürtig, ihre dunkle Nacht loderte wie seine eigene Hölle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Impulsiv zuckt seine Hand vor und legt sich in ihren Nacken, die Finger in ihr Haar vergrabend, eine zärtliche und gleichzeitig besitzergreifende Geste, eine Reminiszenz an frühere - glücklichere - Zeiten ihres Beisammenseins. Kräftig sein Griff, zu groß die Versuchung, diesen dunklen Nacken, in geradem Stolz Bindeglied zwischen Kopf und Körper, zwischen Verstand und Sinnlichkeit, zu ergreifen, zu liebkosen. Verbindung herstellen, Vertrautheit und - nein soweit wagt er noch nicht zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Hand brannte und er hätte sie sicher schamhaft wieder zurückgezogen, wenn sich nicht in diesem Moment ihre Züge schlagartig verändert hätten: Alles Starre und sorgfältig Gezügelte fiel von ihr ab und vor ihm stand das ungebändigte Mädchen, das ihn vor wissen die Götter wie langer Zeit bezaubert und mitgerissen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie rote Nacht ergoss sich ihr Blick in ihn, wühlte sich in seine Tiefen und fragend brach ihr Wissensdurst durch sein Seelengestrüpp. Die alte Vertrautheit - wie schnell war sie auf einmal wiederhergestellt, hier war sein Partner, den er auf seiner endlos langen Fahrt so nachdrücklich gesucht hatte, um sich  mit ihm messen zu dürfen, hier war er und hier war sie, gleichberechtigt und ebenbürtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte die schon verheilte Narbe, die er vom Kampf mit dem Drachen davongetragen hatte, entdeckt, er sah Erschrecken, Ahnen und schließlich Einverständnis in ihren Augen. Mit leichter Hand fuhr sie sie entlang und akzeptierte. Eine Spur von Lächeln und Spott spielte um ihren Mund, dem noch kein einziges Wort entschlüpft war und mit einer grenzenlosen Erleichterung schüttelte er sie sanft im Genick. Er wusste: Alles ist gut.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-4638913687052701024?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/4638913687052701024/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/ruckkehr-des-odysseus-voller-ungestum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4638913687052701024'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/4638913687052701024'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/ruckkehr-des-odysseus-voller-ungestum.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-1420146443688956364</id><published>2009-07-09T06:41:00.000-07:00</published><updated>2009-07-09T06:42:02.919-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Gegenwart&lt;br /&gt;oder&lt;br /&gt;Wann kommt die Liebe?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Du siehst gut aus", ich konnte meine Augen nicht von ihr abwenden, wie sie da so stand am Eingang ihres Bauwagens, den sie gerade innen neu strich, mit T-Shirt und Sommerhose, braungebrannt, die Malerbürste in der einen Hand, den Farbtopf in der anderen, kleine lila Sprenkel an Händen und Armen, Kleckse und Spritzer auf Hemd, Hose und Schuhe, und vom Schweiß abwischen lila Streifen auf Stirn und Haaren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ja, das wollte ich auch gerade sagen, richtig strahlend und zufrieden, gehts dir gut?" Sie lachte, weil ich nur nickte und weiterhin dastand und sie anstarrte. Ihre Augen waren noch eine Spur heller und wässriger als sonst und standen damit in Kontrast zur Haut. Dünn war sie, fast mager, das war mir bisher nie so aufgefallen. "Ich hab vorhin grad eine alte Musikkassette gefunden", im Hintergrund war Musik zu hören, die ich nicht genau einordnen konnte, "unsere ersten Lieder". Ihre Augen wurden noch ein bisschen heller, leuchteten, und ihr Blick verlor sich irgendwo hinter mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnitt - wir sehen Brigitte im Bauwagen weiterstreichen, Jutta sitzt davor und schaut ihr zu. Im Hintergrund kommt ein junger Mann durch den Garten, ebenfalls sommerlich gekleidet mit Latzhose und T-Shirt. Er setzt sich in einiger Entferung auf eine Bank, holt seinen Tabak raus und dreht sich eine. Zu ihm hinüber wehen die Klänge der Musik, sein Blick wird hell, er raucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte Brigitte länger nicht gesehen. Vor kurzem hatte ich die Einladung zur Eröffnung ihrer neuen Ausstellung erhalten, und da ich gerade in der Nähe war, wollte ich mich schnell dafür bedanken und zusagen. Wir kannten uns inzwischen fast ein Jahr, sie war mir sofort vertraut, vielleicht wie eine Schwester. Heute jedoch kam sie mir vor wie eine unbekannte Sagengestalt, alles an ihr war neu, faszinierend, verlockend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir haben den Wagen erst vor 2 Wochen bekommen und seitdem arbeiten wir rund um die Uhr dran, ist ein ganz schönes Stück Arbeit, so ein Uraltding wieder schick zu machen." Sie lachte, ich hatte nur die Hälfte mitbekommen. Mir war schwindlig, die Zeit schien sich endlos zu dehnen. Aus dem Augenwinkel sah ich ihren Freund, ich musste los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnitt - wir sehen Jutta auf ihrem Rad die Landstraße entlangfahren, sie tritt kraftvoll in die Pedale, den Blick entschlossen geradeaus. Was sie denkt wissen wir nicht, wie sie sich fühlt lässt sich ahnen. Allmählich werden ihre Bewegungen ruhiger, langsamer, die Anspannung weicht, sie schaut sich um, biegt in einen schmalen Seitenpfad und stellt ihr Rad ans Gatter einer Weide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man so schlagartig von der Präsenz eines Menschen getroffen wird, ist die Zukunft ein Kinderspiel, Liebe, Beziehung, Partnerschaft, Sexualität scheinen gar kein Problem mehr zu sein. Brigitte und ich sind ein Paar, leben gemütlich zusammen in ihrem neuen Bauwagen und genießen den Sommer. Natürlich verlässt sie ihren Freund, und ich überwinde meine Scheu vor einer festen Partnerschaft. Aber Brigitte war in der Vergangenheit, "unsere ersten Lieder", ihr entfernter Blick, das Versonnene darin, wie kann es da eine Gegenwart geben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnitt - wir sehen Jutta auf der Weide bei ihren Pferden, sie putzt das eine und ist ganz in ihr Tun versunken. Die Tiere sind ihre Familie, ihr Zuhause. Eine Frau steht schon eine Weile unbemerkt am Rand und beobachtet sie. "Tolle Pferde, sind das deine?" Jutta blickt auf "ja, wieso?" Die Frau schaut sie direkt an, die Gegenwart beginnt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-1420146443688956364?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/1420146443688956364/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gegenwart-oder-wann-kommt-die-liebe-du.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1420146443688956364'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/1420146443688956364'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/07/gegenwart-oder-wann-kommt-die-liebe-du.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4634093657836538514.post-883345663405730591</id><published>2009-05-30T01:55:00.000-07:00</published><updated>2009-05-30T01:56:03.220-07:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Er sah auf die Uhr, zum Glück, kurz vor Mittag, eine Patientin wartete noch und nach einem kurzen Blick in die Unterlagen entschied er, dass er wohl doch mit seinem Praxiskollegen Essen gehen könnte, ein einfacher Fall, würde also vermutlich schnell gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte am 12.12. 2007 einen Rentenantrag gestellt&lt;br /&gt;Am 18.1. 2008 hatte sie einen Termin beim Gutachter&lt;br /&gt;Abgelehnt wurde ihr Antrag am 8.2. 2008&lt;br /&gt;Am 12.3. 2008 legte sie dagegen Widerspruch ein&lt;br /&gt;Ein weiterer Gutachtertermin war am 11.11. 2008&lt;br /&gt;Am 4.3. 2009 wurde ihr Antrag erneut abgelehnt&lt;br /&gt;Sie verzichtete auf eine Klage vor Gericht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hatte sich geirrt, sie war total verrückt. Jetzt erinnerte er sich schlagartig an die vielen Fälle in der Fachliteratur, die den Eindruck von Normalität vermitteln können und tatsächlich völlig unberechenbare Zeitbomben sind. Es gab auch bei Ihnen im Haus Patienten, die locker als Psychiater oder Psychologe durchgehen würden und schon oft unwissende Fachkollegen bei Kongressen täuschen konnten. Er selbst hatte sich fachlich sehr angeregt mit ihr unterhalten und dabei wohl ihre Verrücktheit ausgeblendet oder nicht wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatte in ihrem Widerspruch geschrieben: Wissen Sie eigentlich was es bedeutet, ständig in irgendeine Schublade gesteckt zu werden? Was es bedeutet, mit 35 Jahren Rente zu beantragen, weil einem nichts anderes mehr zugetraut wird? Wissen Sie, wie schlimm es ist, wenn die Tage unberechenbar sind? Wenn man an einem Tag Bäume ausreißen kann und am nächsten nur völlig erschlagen versucht, den Tag zu überleben? Wissen Sie, wie man lebt, wenn man unfähig ist, Beziehungen zu knüpfen oder über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten? Wenn Nähe Panik auslöst und Flucht in Rückzug und Isolation die einzig möglichen Auswege darstellen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war an ihrer eigenen Widersprüchlichkeit gescheitert, hatte ihre fachlich-intellektuelle Kompetenz als Garant für ihre sonstige "Normalität" genommen und sich dabei im Zirkelschluss von den Grenzverwischungen zwischen normal und verrückt überrumpeln lassen. Da stand sie vor ihm, wie eine Fata Morgana, der Revolver war auf ihn gerichtet und sie lächelte freundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich bin kein Simulant, ich lüge nicht, wenn ich zugebe, dass ich einen normalen Arbeitsalltag nicht schaffen würde bzw. nur unter großen Einschränkungen. Wenn es aber ohnehin nichts nützt, meine Schwächen einzugestehen, wenn es nur dazu führt, wieder einmal voller Häme abgewiesen und abgestempelt zu werden, warum soll ich dann meine wenigen Stärken verleugnen, mit denen es mir bisher gelungen ist zu überleben und mich nicht unterkriegen zu lassen von Menschen, die vermutlich nicht wissen was es bedeutet, zwischen die Räder von Bürokratie, Verordnungen, Regeln, Beurteilungen, Ab-Qualifikationen zu geraten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich hatte er sie als voll arbeitsfähig eingestuft, ihrem Widerspruch damit den Boden unter den Füßen weggerissen, er war von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt, und gleichzeitig auch von ihren Schwierigkeiten, die mit ihrer Diagnose Borderline-Schizophrenie zusammenhingen. Er brauchte das Geld aus den Gutachten für seine Praxis, die noch im Aufbau war und viele Investitionen nötig machte, er wußte, dass die Rentenkasse auf andere Gutachter zurückgreifen würde, wenn er zu oft im Sinne der Patienten urteilte, und er hatte sich blenden lassen von ihrer aufgesetzten Normalität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr Widerspruch endete mit den Worten: Krankheit beinhaltet immer auch Kompensation, Diagnose immer auch Dagegensein und Durchhalten und Gutachten setzt sich zusammen aus gut und achten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dr. A. wurde am 28.5. 2009 um die Mittagszeit schreiend von seinem Kollegen in seinem Sprechzimmer gefunden, wo er sich heftig strampelnd auf dem Boden herumwälzte und besessen war von der Idee, eine Frau sei eingedrungen und wolle ihn umbringen. Es tat ihm leid, doch routiniert wählte er die Notfallnummer und ließ ihn von den Kollegen der nahen Klinik abholen. Die Diagnose war klar, akute psychotische Dekompensation, nichts besonderes im Arbeitsalltag eines Psychiaters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gehts meinem Kollegen, Dr. A.?&lt;br /&gt;Er ist tot&lt;br /&gt;Was ist passiert?&lt;br /&gt;Erschossen, diese Nacht&lt;br /&gt;Selbstmord?&lt;br /&gt;Ein kurzes Zögern am Ende der Leitung&lt;br /&gt;Das wird noch zu klären sein&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4634093657836538514-883345663405730591?l=grenzgaenger-geschichten.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/feeds/883345663405730591/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/05/er-sah-auf-die-uhr-zum-gluck-kurz-vor.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/883345663405730591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4634093657836538514/posts/default/883345663405730591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://grenzgaenger-geschichten.blogspot.com/2009/05/er-sah-auf-die-uhr-zum-gluck-kurz-vor.html' title=''/><author><name>inga</name><uri>http://www.blogger.com/profile/07518980864245562188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='25' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/-fy8rjCQE6hk/TwMk1RWvHjI/AAAAAAAAAsA/dnOeqDV3GSU/s220/gemrat_klein.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
